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(Kapitel 4)
Beteiligungs-Aktionen entwickeln
Weil Beteiligungsaktionen so selbstverständlich bei der Konzeption
eines Jugendgottesdienstes berücksichtigt werden, sind sie
ein wichtiges und weit verbreitetes Modul. Sie belegen zwar in diesem
Buch einen großen Raum, sind jedoch kein Muss.
Die meisten Aktionen sind tausendfach erprobt,
sie sind daher kein Wagnis mehr an sich. Ein Wagnis aber ist es,
für den Jugendgottesdienst einfach blind in die Trickkiste
zu greifen und eine Aktion - beispielsweise die »Diskussionsgruppe«
- einzuplanen. Denn es geht nicht darum, einen grundsätzlichen
Unterschied zum »Hauptgottesdienst« zu konstruieren.
Beteiligungs-Aktionen können überall Sinn machen, wenn
sie zum Thema, zu den Anwesenden, zu Raum und Zeit passen. Das klingt
banal - wird aber im Eifer oft übersehen.
Die konkrete Aktion sollte im Team daher immer
vom Ziel aus entwickelt werden: Was sollen die Gottesdienstteilnehmer
erfahren, ausprobieren, für sich entdecken, anderen kund tun?
Gibt es zentrale Aussagen oder ist das Ziel, Freiraum für Gedanken
und Meinungen anzubieten?
Erst der nächste Schritt ist es zu fragen,
wie das umgesetzt werden kann. Bei der Entwicklung geeigneter Aktionen
kann man sich von vorhandenen Materialien oder erprobten Konzepten
leiten lassen - in der Regel aber nur als Ideengeber. Bieten sich
im Bezug auf die Geschichte bestimmte Elemente besonders an? Wurde
schon mal die schöne Sammlung von Geräusch-CDs eingesetzt,
die im Gemeindebüro still schlummert?1) Oder was lässt
sich von der letzten Taizé-Reise erlebnisreich vermitteln?
Auch die Aktion sollte im Team zuvor geprobt
werden - auch wenn das oft schwierig ist, weil die geplante Aktion
von einer großen Teilnehmergruppe lebt. Dabei bzw. danach
wird sie vermutlich noch deutlich modifiziert.
Letztlich muss das Mitarbeiter-Team hinter der Aktion stehen. Es
geht nicht, dass man selbst nicht gerne Teil-nehmer sein möchte
- und froh ist, in der Mitarbeiter-Rolle zu sein (ein Phänomen,
das wir von vielen »Spieleabenden« kennen). Das muss
freilich auch in der Vorbereitung bedacht werden: Ist eine Aktion
zumutbar oder am Ende gar peinlich, weil sie den Gottesdienstbesuchern
nicht adäquat ist?
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