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(Kapitel 5)

Spielerische Zugänge ins Thema

Kongress
Ein heilloses Durcheinander: Die Gottesdienstteilnehmer bewegen sich kreuz und quer durch den Raum und geben dabei schlaue Zitate zum Besten.

Zeit: 15 Minuten
Gruppengröße: ab 20 für die volle Action
Aufwand Vorbereitung: mittel

Auf eine spielerische Art sollen die Teilnehmer mit einem facettenreichen Thema vertraut werden.

Kartei- oder Moderationskärtchen mit den entsprechenden Zitaten werden benötigt.

Der Vorbereitungskreis sucht Zitate zu dem gewünschten Thema und schreibt jeweils eines auf eine Karte. Die Zitate können »richtige« Zitate von berühmten Persönlichkeiten sein (da gibt es extra Bücher für, in denen solche Zitate nach Stichworten geordnet stehen; und im Internet gibt's auch viele Sammlungen, siehe www.jugendgottesdienst.com) oder es sind Aussagen zu einem bestimmten Thema, die die Vorbereitenden sich selber ausgedacht haben (Beispiel). Es sollten so viele Aussagen oder Zitate vorliegen, wie Gottesdienstbesucher erwartet werden. Ab einer bestimmten Teilnehmerzahl sind Doppelungen aber auch nicht so schlimm.

Die Besucher des Jugendgottesdienstes bekommen jeweils eine Karte mit dem Zitat zum Thema. Folgende Szenerie sollen sie sich vorstellen:

»Stellt euch vor, wir befinden uns auf einem Kongress oder einer Fachtagung zu einem bestimmten Thema. Zu diesem Kongress kommen viele schlaue Frauen und Männer - Wissenschaftler, Politiker, Philosophen und viele mehr. Das sind wir. Zufällig steht der Kongress unter dem Motto des Jugendgottesdienstes. Die Kongressteilnehmer sind schon ganz heiß darauf, sich über das Thema auszutauschen, schließlich haben sie jeder für sich eine bedeutsame Meinung dazu. Gerade ist Ankunft, die Tagung soll bald losgehen. Vielleicht befinden wir uns in einer Hotel-Lobby. Die ersten schlauen Köpfe treffen ein. Sie begrüßen sich und müssen sich gegenseitig zuerst über den Stand ihrer neuesten Erkenntnisse zum Thema informieren. Das tun sie freilich recht kurz und bündig, denn der Kongress soll gleich beginnen. Dazu habt ihr die Karten. Sie bringen das auf den Punkt, was ihr in eurem Forscherdasein in oft nächtelangem Nachsinnen an Erkenntnissen gewonnen habt.«

Die Gottesdienstbesucher werden dann aufgefordert, sich im Raum zu verteilen, die anderen Besucher zu begrüßen, als seien sie auch Teilnehmer des Kongres-ses, und ihnen jeweils den Inhalt des Kärtchens mitzuteilen. Nach einer Weile müssten alle erfahren haben, was jeder Einzelne zu sagen hatte.

Das Grundmodell kann variiert werden, indem man noch mehr spielerische Elemente hineinbringt. Wie folgt ließe sich die Situation steigern. Die Phasen werden zwischendrin angesagt.

Ankunft: Die Kongressteilnehmer sind locker und ungestresst. Sie gehen bedächtig, aber zielstrebig auf eine Person zu, begrüßen sie und teilen ihr die neueste Erkenntnis zum Thema mit. Weil man ja niemanden stören möchte, sagen sie sich das gegenseitig ins Ohr.

Phase 2: Die Zeit drängt ein wenig. Es sind noch viele Hände zu schütteln, es gilt sich kurz zu fassen. Die Tagungsgäste begrüßen sich schnell, sagen sich laut ihren Spruch auf und weiter geht es zum nächsten.

Chaos: Es ist allerhöchste Eisenbahn, die Kongressteilnehmer werden hektisch und wuseln wie wild durcheinander. In der Kürze der Zeit sind gar nicht mehr alle Leute willkommen zu heißen. Auf die Begrüßung wird also schon einmal verzichtet, aber viel schlimmer ist doch: Noch hat nicht jeder von der so bedeutsamen neuen Erkenntnis gehört. Das soll sich ändern: Alle sollen es hören - und zwar gleichzeitig. Die Tagungsgäste rufen das, was sie zu sagen haben, einfach durcheinander, damit es auch jeder mitkriegt.

»Klassische« Zitate: Das Thema soll die Liebe sein. Dazu werden aus einem Zitate-Lexikon passende Aussagen vom Vorbereitungskreis ausgewählt. Etwa:

»Die Liebe trägt die Seele, wie die Füße den Leib tragen« (Katharina von Siena)
oder: »Die Liebe ist langmütig und freundlich«
(1 Korinther 13)
oder: »Eine Gleichung mit zwei Unbekannten«
(Gerhard Branstner)

Eigene Aussprüche: Es bietet sich immer an, eigene Aussagen zu schreiben. In manchen Fällen wird sich das auch gar nicht vermeiden lassen, wenn es sich nämlich um ein Thema handelt, bei dem anzunehmen ist, dass sich die Großen der Philosophie und Weltliteratur noch nicht erschöpfend dazu geäußert haben. Als Beispiel seien hier einmal die Talk-Shows zum Thema gewählt.

»Das Beste, seit es Fernseh-Unterhaltung gibt«
oder: »Volksverblödung par excellence«
oder: »Talkshows - das ist Radio mit bewegten Bildern«

Wenn der Kongress mit Videokamera aufgenommen wird, kann das Jugo-Team später auswerten, ob bei einer solchen Aktion bestimmte Jugendliche ausgegrenzt werden oder sich selbst ausgrenzen.

Sicherlich ist der Spaßfaktor herauszuheben. Zudem sollte die Methode helfen, etwas zu vermitteln, was sonst doch eher spröde daher kommen würde.

Nach einer solchen Bewegungsphase kann man nicht mehr die übliche »Gottesdienststille« erwarten. Auch werden »Kasper« geradezu ermutigt, aufzudrehen und besonders engagiert zu blödeln.

Kofferpacken
Das Spiel Kofferpacken (»Ich packe meinen Koffer...«) kennt jeder. Der einzige Unterschied hier: es wird thematisch gepackt. Das heißt, es darf nur etwas in den Koffer, was zum Motto des Jugendgottesdienstes passt. Die Gottesdienstteilnehmer zählen eine immer länger werdende Liste von Begriffen zum Thema auf.
Zeit: 10 Minuten
Gruppengröße: bis 15, sonst Kleingruppen bilden
Aufwand Vorbereitung: keiner

Die Gottesdienstteilnehmer sollen zusammentragen, was inhaltlich alles zu einem Thema gehört. Das soll hier eben nicht auf Zuruf, wie in der Schule, sondern als Spiel geschehen.

Es sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, sich im Kreis hinzusetzen. Eventuell müssen dazu Decken oder Sitzkissen besorgt werden. Für das Spiel sollte ein Moderator festgelegt werden, bei Untergruppenbildung braucht es entsprechend mehrere Moderatoren. Diese entscheiden dann auch im Spiel, ob genannte Begriffe zum Thema passen oder nicht. Moderatoren sollten daher weniger Lehrer als Entertainer sein.

Die Teilnehmer sitzen in einer oder in mehreren Runden - es dürfen wirklich nicht zu viele sein, sonst macht die Aktion keinen Spaß. Natürlich könnte man das Spiel auch in Kirchenbänken durchführen, dann dürfte die Atmosphäre aber ein wenig darunter leiden. Es versteht sich von selbst, dass kurz jemand das Spiel erklärt:

»Das Spiel geht im Kreis. Einer fängt an und sagt: ‘Ich packe meinen Koffer und nehme mit: einen Regenschirm.’ Dann ist der nächste an der Reihe und packt ein weiteres Stück in den Koffer. Er oder sie sagt: ‘Ich packe meinen Koffer und nehme mit: einen Regenschirm und eine Lampe.’ So geht das dann immer weiter und wird natürlich immer schwieriger, wie man sich denken kann. Der Unterschied dazu ist jetzt nur, dass eben nicht jedes beliebige Teil in den Koffer darf, sondern dass dieses Teil etwas mit dem Motto unseres Gottesdienstes zu tun haben muss.«

Eigentlich hat bei dem Spiel gewonnen, wer bis zum Schluss übrig bleibt. Wer nämlich ein Teil aus dem Kof-fer nicht mehr weiß, scheidet aus - die Runde geht von neuem los. Das ist hier von der Zeit her erst gar nicht möglich und macht auch im Weiteren keinen Sinn, weil es ja darum geht, möglicht viele Begriffe zu einem Thema zu sammeln. Vorschlag: Wenn jemand nicht mehr weiter weiß, wird einfach geholfen und das Spiel endet, wenn keine gescheiten Einfälle mehr kommen oder bevor es keinen Spaß mehr macht.

Der Auszug Israels aus Ägypten soll im Mittelpunkt stehen: also wird ein Exodus-Koffer gepackt. Folgend könnte drin sein: Mose, der Pharao, Lehmziegel, Schilf, ein Heuschreckenschwarm und vieles mehr.
Der Spaßfaktor lässt sich noch erhöhen, wenn zu jedem Teil, das in den Koffer gepackt wird, eine Geste oder Pantomime gemacht wird. Weitere Variante: Analog zum Spiel »Tabu« können Wortteile oder Wortfelder für unzulässig erklärt werden.

Das Spiel bietet sich besonders an, wenn aus einer vo-rangegangenen Phase oder für eine folgende (bspw. Diskussionsgruppen) bereits Kreise gebildet wurden.

Die Methode regt sicher zum Nachdenken an, denn man möchte ja schließlich ein möglichst originelles Teil in den Koffer packen.

Das Ganze ist schon sehr verspielt, man muss aufpas-sen, dass die Aktion nicht albern daherkommt. Außerdem betreibt man natürlich einen großen Aufwand dafür, dass man ja auch einfach hätte fragen können »Was fällt euch zu ... ein?«. Bei einem - hoffentlich - heterogenen Teilnehmerkreis werden Lernschwache sofort auffallen, wenn sie schon die ersten Begriffe nicht wiederholen können.

Standbilder stellen
Die Gottesdienstteilnehmer stellen jeweils in Gruppen eine Szene aus einer Geschichte oder zu einem Thema nach.

Zeit: 10 Minuten
Gruppengröße: beliebig
Aufwand Vorbereitung: keiner

Die Teilnehmer sollen sich eindringlicher mit einer Geschichte beschäftigen. Indem sie nämlich versuchen, sie szenisch darzustellen, müssen sie diese hinterfragen.

Der Vorbereitungskreis sollte die Methode vorher ausprobiert haben. Falls Thema oder Geschichte nicht genügend hergeben, um sie auf diese Art und Weise darzustellen, würde das auffallen. Zudem entwickelt die Vorbereitungsgruppe so einen Erfahrungswert, wie groß die einzelnen Gruppen am Besten zu sein haben.

Der Aktion wird sinnvoller Weise eine Geschichte oder eine Einführung in ein Thema vorangegangen sein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jugendgottesdiens-tes finden sich nun zu Gruppen von vielleicht fünf Leuten zusammen. Sie sollen sich dann kurz überlegen, wie sie eine Szene aus der Geschichte umsetzen wollen und so posieren, als wäre es ein Foto daraus oder als hätte jemand den Videoplayer angehalten. Dabei stehen sie ganz still, wie Schaufensterpuppen, die anderen können sich das Standbild anschauen. Danach macht die nächste Gruppe ein Standbild. Je nachdem könnten Leute aus der Gruppe das Bild noch weiter erklären und sagen, was sie sich dabei gedacht haben.

Viele, vor allem biblische, Geschichten eignen sich hervorrangend. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lukas 10,25-37) könnten beispielsweise vier Personen darstellen. Jemand, der den unter die Räuber Gekom-menen darstellt, den Samariter und den Priester und den Levit, die achtlos vorbeigehen. Die Herausforderung ist natürlich, mit dem Bild die Geschichte zu erzählen und vielleicht auch kleine Details einzubauen.

Wenn die Leute schon mal so in Pose stehen, kann auch gleich ein echtes Foto geschossen werden, das dann später mit den anderen Fotos von der Aktion im Schaukasten oder im Jugendraum aufgehängt werden könnte.

Eine solche Aktion ist ein Gegengewicht zur Text- bzw. Sprachlastigkeit der Gottesdienste.

Der eine oder andere mag das als »Pädagogen-Aktion« ansehen und vergeblich den Sinn suchen.

Ich sehe was, was du nicht siehst
Das bekannte Kinderspiel wird dazu eingesetzt, sich ein Bild oder Plakat genau anzuschauen.

Zeit: 5 Minuten
Gruppengröße: beliebig
Aufwand Vorbereitung: keiner

Ein Bild soll ganz genau und bis ins Detail wahrgenommen werden. Die Form des Spiels soll die Teilnehmer des Jugendgottesdienstes anregen, nicht nur auf die Oberfläche, sondern auch in »versteckte Winkel« eines Bildes zu schauen.

Das passende Bild zum Thema samt Diaprojektor - oder was immer gebraucht wird, es den Besuchern vor Augen zu führen.

Die Aktion selber bedarf keiner Vorbereitung. Der Vorbereitungskreis sollte dennoch das Spiel einmal vorher durchspielen, um einschätzen zu können, ob das jeweilige Bild überhaupt genug für eine detaillierte Betrachtung hergibt. Zudem sollten Leute aus dem Vorbereitungskreis einige Details parat haben und gegebenenfalls im Gottesdienst anbringen können.

Das Bild wird in irgendeiner Form den Gottesdienstbesuchern vor Augen geführt. Dann darf jemand anfangen und sagen: »Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist...« - und sagt eine Farbe eines Details auf dem Bild, das er den anderen freilich nicht verrät. Wenn es jemand von den anderen geraten hat - das kann auf Zuruf geschehen oder es wird immer jemand bestimmt, der raten darf - ist er oder sie an der Reihe und muss sich ein weiteres Detail des Bildes aussuchen und es mit der Farbe oder Form umschreiben.

Ein Bild wird - ohne, dass jemand einen langen Vortrag halten müsste - sehr ausgiebig betrachtet.

Die Methode bleibt auf der reinen Betrachtungsebene zumeist stehen. Vielleicht wäre es aber angebrachter auf die ein oder andere Sache genauer einzugehen.
Zudem mag das Spiel nur mit handverlesenen (meint handzahmen) Jugendlichen durchzuführen sein: viele werden einem empört den Vogel zeigen.

Bilder auswählen
Aus Bildern können die Gottesdienstbesucher sich jeweils eines aussuchen und sollen dann ihre Wahl begründen.

Zeit: 10 Minuten
Gruppengröße: bis 20, wenn Gespräche gewünscht sind
Aufwand Vorbereitung: groß
Die Methode soll einen Gesprächseinstieg ermöglichen - die Bilder sind natürlich thematisch ausgewählt. Die Teilnehmer sollen sich so angeregt fühlen, von ihren Erfahrungen und Erlebnissen zu erzählen.

Eine große Fülle an Bildern (Fotos, Zeitungsanzeigen oder ähnliches) wird benötigt.

Die Vorbereitung besteht eigentlich nur daraus, die Bilder zusammen zu tragen. Das kann je nachdem darin bestehen, dass der Vorbereitungskreis aus einem vorhandenen Pool von Bildern eine Auswahl trifft, oder dass er aus diversen Quellen (Zeitungen, Zeitschriften, Lehrbüchern, eigenen Fotos oder Internetarchiven) einen Pool zusammen stellt.

Weil die Aktion auf eine Gesprächseröffnung hinzielt, sollten die Gottesdienstteilnehmer auch entsprechend sitzen: im Kreis oder Halbkreis. Vor ihnen liegt dann ein Haufen mit Bildern oder die Bilder sind in einer kleinen Kiste, die herumgegeben wird. Die Besucher wählen sich ein Bild aus. Anschließend folgt eine Runde, in der die Leute, die möchten, sagen können, warum sie sich gerade dieses oder jenes Bild gewählt haben und was ihnen besonders wichtig daran ist.

Soll die Methode öfter angewendet werden, bietet es sich an, ein eigenes thematisches Archiv zu erstellen. Der Vorbereitungskreis und auch andere Gemeindegruppen können dann immer wieder darauf zurück greifen.

Die Methode eignet sich besonders gut, um Leute ins Gespräch zu bringen.

Ein Bild intuitiv ansprechend zu finden und seine Wahl begründen zu können, sind immer zweierlei. Die Aktion kann einen leicht in die Not bringen, sich etwas aus den Fingern saugen zu müssen.

Und sonst?
Die ganze Palette der alten »New Games« kommt prinzipiell für Aktionen im Jugendgottesdienst in Frage.1)
Spiele im Jugendgottesdienst können auch dann noch als »Aktion« angesehen werden, wenn nur ein kleiner Teil der Anwesenden unmittelbar am Spiel teilnimmt, der Rest aber nicht nur passiv zuschaut: Jede Form von Quiz - meist als Abwandlungen von Fernsehformaten - bietet sich da an, wenn es nicht tierisch ernst um Punkte und Wissen geht. Einen wahren Spielfundus haben auch Sendungen wie »Geld oder Liebe« präsentiert.

Auch spielerische Zugänge müssen vom Thema her entwickelt werden. Ein wichtiger Brief aus den Zeiten der Christenverfolgung - oder in die Neuzeit übertragen - kann Kleingruppen in Geheimschrift zum »Knacken« vorgelegt werden. Vielleicht ist das Dokument aber auch zerrissen und muss gepuzzelt werden? Wie das Puzzle - viele kleine Einzelteile gemeinsam ergeben erst das Bild - überhaupt eine beliebte und sehr variationsreiche Spielart ist: Da kann zum Beispiel jeder Gottesdienstbesucher am Eingang ein Puzzleteil bekommen, das zu einem von insgesamt sechs Bildern gehört. Sind die Bilder zusammengelegt, haben sich zugleich sechs Grup-pen gefunden, in denen sich ein weiteres Gottesdienstelement anschließen kann - bspw. ein Gesprächskreis.

Selbst Spiele für kleinere Gruppen können für einen Jugendgottesdienst modifiziert werden. So das Prinzip von »Tabu«: Es können dabei ruhig mehrere gleichzeitig versuchen, einen Begriff für den Rest der Anwesenden zu beschreiben, ohne die ihnen vorliegenden »verbotenen« Wortteile zu benutzen. Soll es Preise geben, dann am besten für jeden kleinen Erfolg: also für den Mut, einen Begriff zu erklären ebenso wie für das erfolgreiche Raten.

Auch der ganze Bereich der Sinneswahrnehmung kann
bei thematisch passenden Aktionen zum Einsatz kom-men.
Warum nicht zu Erntedank statt wie immer den Überfluss zu geißeln die Wahrnehmung für Nahrungsmittel herausfordern? Wie viele schmecken keinen Unterschied zwischen Brombeere und Himbeere, kommen auch beim zehnten Rateversuch nicht auf »Stachelbeermarmelade« oder »reiner Kakao«? Wer kann eine Kohlrabi am Geruch erkennen und Rote Beete an der Form? Und sieht so Thymian aus oder Majoran oder Oregano?

Bei guter Performance greifen verschiedene Elemente ineinander: Da ist eine Tombola, deren sehr ausgefallene Gewinnartikel Losverkäufer für 10 Cent das Los anpreisen. Die Gottesdienstbesucher können mitmachen und gewinnen. Und irgendwann sind auch Leute aus dem Team am Losestand, diskutieren laut über dies und das - und leiten damit ein Anspiel ein, in dem die Losbude eine wichtige Rolle spielt.

 




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