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(Kapitel 6)

Bezug zu Jugendarbeit und Gemeinde

In eurer Gemeinde ist jugendmäßig etwas los? Na dann, herzlichen Glückwunsch. Sicher wissen nicht immer alle gleich gut Bescheid über Gruppen und Angebote im Jugendbereich. Der Jugendgottesdienst bietet ein Forum, dem Abhilfe zu schaffen. Im »Hauptgottesdienst« nennt man diesen Punkt übrigens recht förmlich »Abkündigungen«.

Zu Beginn oder am Schluss des Gottesdienstes könnte jemand erzählen, »was gerade so geht«: Vielleicht bahnt sich ein besonderes Highlight an, vielleicht steht ein neues Projekt vor der Tür, vielleicht leidet der Jugend-Bläserkreis unter Mitgliederschwund, vielleicht wird eine weitere Gruppe ins Leben gerufen. Neuigkeiten der Jugendvertretung können bekannt gegeben werden und wenn eine Kollekte am Ausgang eingesammelt wird, kann hier erklärt werden, worum es sich dreht.

Quasi als Service können auch interessante »Erwachsenen-Veranstaltungen« in der Gemeinde / in den Nachbargemeinden oder dem Ort, die auch für Jugendliche interessant sind, mitgeteilt werden. In der Kürze liegt aber auch hier die Würze: Gibt es sehr viel zu erzählen, ist es ratsam, sich auf ein paar Stichworte zu besinnen und eine Veranstaltungsübersicht als Blatt zum Mitnehmen auszuteilen. Alles das muss auch unter dem Aspekt der Eigenwerbung betrachtet werden. Wenn es beim Jugendgottesdienst die neuesten Infos noch gratis gibt, ist das ein Grund mehr hinzugehen.

Ebenso weitere Aktionen, mit denen man den Kontakt zur übrigen Gemeinde pflegt. Man kann zum Beispiel einen Gottesdienst zusammen mit einer bestehenden Gruppe gestalten und feiern, den Konfirmanden etwa. Wer von den Konfis Bock hat, kann ja dann beim nächsten Jugendgottesdienst auch mitmachen. Das gleiche wäre auch für den »Hauptgottesdienst« denkbar. Der Jugendgottesdienst-Vorbereitungskreis würde einen Gottesdienst für alle gestalten.

Bei Gemeindefesten und anderen Veranstaltungen dieser Art sollte man sich in jedem Fall beteiligen. Sei es nur, dass man Limo zapft und letztlich so auf die eigene, gute Arbeit aufmerksam macht. Ebenfalls Pflicht sollte eine Seite oder eine Rubrik im Gemeindebrief sein. Zudem kann man Plakate oder Ähnliches gestalten, viele Küster nehmen das gerne für den Schaukasten.

Das alles hört sich schwer nach Werbung an, und das ist es ja auch zum Teil. Die hauptsächliche Begründung dafür ist aber eine inhaltliche: »Wir sind nicht allein!« Eine Gemeinde heißt im Idealfall »Gemeinschaft« und zwar Gemeinschaft von ganz unterschiedlichen Menschen, die sich in anderen Zusammenhängen vielleicht nicht begegnen würden. Es ist gewinnbringend für jeden Einzelnen, diese Vielfalt zu kosten.



Dies ist ein Ausschnitt aus folgendem Buch:

Christoph Urban / Timo Rieg (Hrsg.)
Jugendgottesdienst 2.0
- Ein interaktives Handbuch. Methoden, Module, Komplettentwürfe zur Planung und Durchführung

Das Handbuch für Ehrenamtliche und ihre hauptamtlichen Begleiter, durchweg so erarbeitet, dass ältere Jugendliche selbstständig damit Jugendgottesdienste vorbereiten können.

Tipps und Vorbereitungsmethoden, Organisationshilfen, eigenes Kapitel Beteiligungsaktionen, über 50 komplette Gottesdienstmodule.

"Neue Vorbereitungskreise werden hier genauso brauchbare Ideen finden wie langjährige Mitarbeiter" (Radio Vatikan)

Kaufen bei 288 S., Paperback A5, 2. Aufl., 14.90 EUR
(ISBN 3-928781-02-2)


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