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(Kapitel 6)
Segnung und Sendung
Segenshandlung
Über den Segen ist schon an zwei Stellen dieses Kapitels
geschrieben worden. Deswegen hier nur noch eine kurze Zusammenfassung:
Der Segen ist Abschluss des Gottesdienstes und Start in die neue
Woche, in den Alltag. Er bildet also sozusagen die Brücke zwischen
diesen beiden Welten.
Gesegnet werden kann in unterschiedlichen Formen. Das hat damit
zu tun, dass nach protestantischem Verständnis die Wirkung
nichts mit dem Ritus des Segnens zu tun hat.
So kann jemand den Segen für alle spenden,
alle kön-nen gemeinsam ein Segensgebet sprechen oder ein Segenslied
singen oder man praktiziert eine ausführliche Segenshandlung
mit Handauflegen und ähnlichem. In jedem Fall ist das Verständnis
so, dass Gott derjenige ist, der durch einen Menschen hindurch segnet.
Gottesdienst
im Alltag
(etwas mit auf den Weg nehmen)
Wirkt der Segen in den Alltag fort, so darf das ein Stück des
Gottesdienstes in einer dinglichen Form auch tun. Es ist ein nettes
Zeichen, wenn den Gottesdienstbesuchern etwas mit auf den Weg gegeben
wird. Das kann ein netter Wunsch oder ein Spruch sein, vielleicht
auf einem Kärtchen schön und individuell gestaltet. Das
kann eine Aufmerksamkeit sein, ein kleines Geschenk oder ein wenig
Wegzehrung. Ebenfalls so etwas wie eine »Wochenaufgabe«:
Die Gottesdienstteilnehmer sollen in der kommenden
Woche auf irgendetwas besonders achten. Es können auch ausgefallenere
Sachen mit auf den Weg gegeben werden. So zum Beispiel ein »biblisches«
Kochrezept oder etwas anderes, mit dem man noch seine Erfahrungen
machen kann. Ein Senfkorn zur Aufzucht wäre so etwas.
Feedback
Damit man nicht irgendwann alleine dasteht, ist es besonders wichtig,
seinen Jugendgottesdienst anhand der Anregungen der Besucher weiterzuentwickeln.
Auf verschiedenen Wegen kommt man an sein Feedback.
Grundregel sollte aber zuerst sein, dass das Feedback auch wirklich
nach dem Gottesdienst folgt. Vor dem letzten Lied noch eine Auswertungsrunde
einzuschieben, wäre unpassend.
Es können zum Beispiel beim Rausgehen Kärtchen
und Stifte verteilt werden, auf denen die Gottesdienstteilnehmer
ihre Anregungen notieren und sie nachher in eine »Feedback-Box«
werfen können. Das könnte auch Grundlage für eine
gemeinsame Auswertung des Gottesdienstes im Vorbereitungsteam sein.
Ein wenig ausführlicher kann das Feedback
in einem Fragebogen ausfallen, den der Vorbereitungskreis entwickeln
könnte. Einzelne Besucher könnten dann nach dem Gottesdienst
gebeten werden, den Bogen auszufüllen.
Das direkte Feedback gibt es natürlich im Gespräch. Dazu
kann einmal nach dem Gottesdienst eingeladen werden. (Ein Predigtnachgespräch
ist auch in vielen Gemeinden nach dem Sonntagsgottesdienst üblich.)
Zum anderen kann das auch recht informell geschehen.
Wenn im Anschluss an den Jugendgottesdienst
noch ein lockeres Beisammensein stattfindet, sollte man einfach
mal Augen und Ohren offen halten und versuchen, mit einigen Leuten
ins Gespräch zu kommen.
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