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So geht's - Was für Jugendgottesdienst wichtig ist

von Markus Pfeiffer

Wie könnte die Vorbereitung eines Jugendgottesdienstes aussehen:
Die Vorbereitung sollte meines Erachtens auf den Ideen der Jugendlichen beruhen. Der Vorbereitungskreis sollte daher vorwiegend aus Jugendlichen bestehen. Ein Haupt-amtlicher oder Pfarrer kann natürlich begleitend und beratend zur Seite stehen, alleine aus dem Grund, um Vorschläge zu machen wie man die Ideen umsetzen kann, oder um utopische Sachen von vornherein ansprechen und nochmals auf Umsetzbarkeit zu prüfen. Die Jugendlichen können aus allen Bereichen der Gemeinde kommen. Ob es nun eine OT (offene Tür), eine TOT (teiloffene Tür), die gemeindliche Jugendarbeit, Kindergruppenhelfer oder Katechumenen sind. Alle sollten sich an dem Gottesdienst beteiligen können. Das setzt allerdings eine zeitlich großzügige Planung voraus (nicht nur eine Woche).

Wie könnte die Musik aussehen:
Auf jeden Fall sollte man die Wünsche der Jugendlichen sehen. Kommentare wie "Die Musik war zu laut" kann man sich kneifen. Die Teenies wollen es vielleicht so haben. Und wenn Discofeeling aufkommt? Oder ein Metalkonzert? Was soll's. Solange es denen gefällt. Für Erwachsene haben wir die konservativen Hauptgottesdienste. Da dürfen wir ja auch nicht über die bestehenden Strukturen meckern.

Was darf auf keinen Fall fehlen:
Der Bezug zu Gott oder der Bibel. Das ist das Wichtigste. Wenn das fehlt, ist es kein Gottesdienst, sondern wirklich einfach nur Disco oder Konzert. Man kann aber auf alles Bekannte getrost verzichten, solange irgend etwas in irgendeiner Form von Zusammengehörigkeit und Gott zu spüren ist.

Dies sind nur ein paar Gedanken zum Thema Jugendgottesdienst von mir persönlich. Ich hoffe, dass ihr damit vielleicht ein paar gedankliche Anstöße habt und wünsche euch viele gut besuchte Gottesdienste.


 



Dies ist ein Aufsatz aus folgendem Buch:

Christoph Urban / Timo Rieg (Hrsg.)
Kindergottesdienst und Jugendgottesdienst in Westfalen
- Für eine Kirche mit Zukunft
Aufsätze aus der Praxis

Ist der sonntägliche Kindergottesdienst ein Auslaufmodell? Haben Jugendliche ein Bedürfnis nach Jugendgottesdienst? Und welche Rolle spielen haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter bei der weiteren Entwicklung?
Die LJV - eine unabhängige Vertretung evangelischer Gemeindejugend in der EKvW - hat in der Folge eines Seminarwochenendes zur Diskussion um Kinder- und Jugendgottesdienst eingeladen und die Beiträge in diesem Buch gesammelt: Statements, Modelle, Tipps für die Praxis.

Kaufen bei Reihe Jugendgottesdienst, Band 3
180 S., Paperback, 9.90 EUR
(ISBN 3-928781-70-7)


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