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Komplettentwurf:
"Happy Birthday, Jesus"
Ein Jugendgottesdienst zu Weihnachten
Der gesamte (kurze) Jugendgottesdienst ist ein einziges „Anspiel“,
das an verschiedenen Stellen die Gottesdienstbesucher integriert.
Die Rollen: Jesus und einige Jünger, deren Texte recht beliebig,
also vor allem abhängig von der Größe des Mitarbeiterteams,
verteilt werden können. Ggf. müssen auch nicht alle anwesenden
Jünger Sprechrollen haben – oder es werden an einzelnen
Stellen Dialog eingefügt. Die vorliegende Fassung wurde unter
behutsamer Anleitung komplett von 14-jährigen entwickelt.
[Jesus ist im "Haus", mit irgendwas beschäftig. Da
klopfen die Jünger an die Tür. Jesus öffnet und sie
singen:]
"Viel Glück und viel Segen auf all
Deinen Wegen Gesundheit und Frohsinn sei auch mit dabei."
[Gratulationen, Small-Talk: “Die anderen
kommen nach, die sind noch irgendwo beschäftigt”, Geschenke]
Jünger: Aber sag mal, Jesus, Du siehst
gar nicht so glücklich aus. Liegen wieder irgendwelche Probleme
an?
Jesus: Was heißt da irgendwelche Probleme?
Schaut Euch doch um. Vorhin bin ich über den Markt gegangen,
da hat der Bartholomäus, der Gemüsehändler, zwei
Bettler davon gejagt, die nur etwas altes Obst haben wollten.
Jünger: Was, ausgerechnet der Bartholomäus?
Der stand doch am Samstag ganz vorne, als Du gepredigt hast.
Jesus: Das meine ich doch. Wenn ich ihnen sage:
Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen",
dann nicken sie alle. Aber wenn es ernst wird, haben sie nichts
begriffen.
Jünger: Das stimmt wohl. Ich habe gehört,
dass sie gestern in der Stadt wieder zwei Leute, die aus Syrien
stammen, fertig gemacht haben. Da sollen ziemlich viele Menschen
dabei gestanden haben, aber es hat offenbar niemanden gestört.
Keiner ist dazwischen gegangen.
Jesus: Und was habe ich am Samstag gepredigt?
"Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden,
denn ihrer ist das Himmelreich." Entweder haben unsere Freunde
zuwenig Mumm in den Knochen oder sie verstehen einfach nicht, was
ich ihnen von Gott erzähle.
Jünger: Aber es ist doch nicht alles schlecht.
Wie viele Leute haben nicht etwas gegeben, als wir das letzte Mal
für die Armen gesammelt haben. Oder denk an die vielen, die
sich um die Kranken kümmern.
Jünger: Oder letztes Jahr, als da eine
Meute am großen Tor die eine Frau steinigen wollte, weil sie
angeblich Ehebruch begangen hast. Du bist dazwischen gegangen und
hast gesagt: "Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den
ersten Stein." Und die sind alle kleinlaut abgezogen. Ich meine,
da bewegt sich doch etwas.
Jesus: Ja, das stimmt natürlich. Aber es
gibt noch so viel Ungerechtigkeit bei uns. Dabei wäre
es doch so einfach: Wenn die Menschen wirklich teilen würden,
dann müsste niemand hungern oder frieren. Und wenn sie nicht
alle so rechthaberisch wären, müssten die Rabbis nicht
ständig irgendwelche Streitigkeiten beilegen. Ich meine, Gott
verlangt doch von uns nichts Unmögliches, oder?
Jünger: Naja, manches ist schon recht schwierig.
Du hast doch zum Beispiel gesagt, wir Erwachsenen sollen werden
wie die Kinder. Aber ich muss Dir sagen, wenn ich an meine beiden
Kurzen zuhause denke. Gestern guckt mich meine kleine Tochter an
uns sagt mir doch glatt weg ins Gesicht: "Papa, Du nervst."
Jesus: Darum geht es doch gar nicht. Natürlich
musst Du Deine Kinder erziehen. Aber Ihr sollt eben auch sehen,
wie sie lachen, wie fröhlich sie sind, wie sie sich freuen
können. Wie unbekümmert Kinder in den Tag gehen,
wie sie Vertrauen haben. Da sollen sich die Erwachsenen mal was
abgucken.
Jünger: Ich bemühe mich ja. Aber das
braucht Zeit. Es geht eben nicht alles von heute auf morgen.
Jesus: Was soll das heißen? Wie lange
ist es her, dass Mose die zehn Gebote gebracht hat? Und wie sieht
es aus: Die Menschen klauen und kloppen sich, lügen und betrügen,
gehen fremd, sind habgierig und was weiß ich nicht alles.
Ich denke, da ist noch allerhand zu tun.
Jünger: Vielleicht erreichst Du mit Deinen
Predigten auch nicht genügend Leute. Oder sie vergessen zu
schnell, was Du ihnen erklärst.
Jünger: Was schlägst Du denn vor?
Sollen wir etwas eine Demo durch Jerusalem machen?
Jünger: Gar keine schlechte Idee. So richtig
mit großen Transparenten, auf denen dann z.B. steht "Liebe
Deinen Nächsten wie Dich selbst".
Jesus: Also ich weiß ja nicht ob das der
richtige Weg ist. Hinterher stehen wir da alleine - wir fünf
[sechs, sieben...], das wäre ja wohl keine Demo.
Jünger: Na, oder wie machen Plakate, die
wir überall in der Stadt aufhängen. Damit die Leute immer
wieder erinnert werden.
Jünger: Ey, das finde ich gut. Da schreiben
wir drauf, was sich ändern muss, was jeder einzelne tun kann
und so. Oder wir laden die Leute zu unseren Veranstaltungen ein.
Jünger: Das ist auch nicht zuviel Arbeit.
Wollen wir gleich damit anfangen?
Jünger: Moment mal, ich dachte eigentlich,
wir treffen uns hier heute, um Geburtstag zu feiern, nicht um schon
wieder zu schaffen.
Jesus: Aber die Idee ist gut. Lasst uns doch
erst ein paar Plakate machen, wenn wir gerade schon so heftig am
Diskutieren sind, und danach feiern. Ich habe auch ein bisschen
was vorbereitet.
Aber zu aller erst lasst uns zusammen beten,
damit wir vor lauter Eifer nicht vergessen, um was es eigentlich
geht.
[Beten gemeinsam das Vaterunser, Gottesdienstgemeinde
macht evtl. mit]
Jünger: Und was sollen wir jetzt auf die
Plakate schreiben?
Jesus: Jeder schreibt einen Slogan oder ein
ganz wichtiges Stichwort, das die Menschen daran erinnert, wie Gott
sich unser Zusammenleben vorstellt.
Jünger: Also zu so Themen wie Liebe, Gerechtigkeit,
Frieden...
Jünger: Ich schreibe was zum Umweltschutz.
Jünger: Und ich schreibe etwas, dass wir
mehr Teilen müssen.
[Plakat-Aktion: Die Jünger unterhalten
sich weiter, verteilen dabei die Plakatkartons an die Gottesdienstbesucher,
ein anderer schreibt schon mal; diskutieren darüber.... Dazu
gibt es Musik.]
Jünger: So, ich bin fertig, wie sieht es
bei Euch aus? Zeigt doch mal.
[Alle Plakate einsammeln, vorlesen, zeigen,
diskutieren]
Jünger: Also ich finde, das hat sich jetzt
echt gelohnt. Zehn Minuten gemeinsame Arbeit, und schon steht die
Sache. Dann gehen wir morgen die Plakate aufhängen, okay?
Jünger: Gut, ich mache mit. Aber nun lasst
uns feiern.
Jünger: Mir schwirrt noch ein bisschen
der Kopf. Lasst uns doch was singen.
Jünger: Was denn?
Jesus: Wie wär's mit dem Kanon "Einsam
bin ich klein".
Jünger: Gute Idee, auf geht's.
Jünger: Halt, den kenne ich nicht. Wie
geht denn der Kanon.
Jünger: Der Text ist ganz einfach: Einsam
bin ich klein, aber gemeinsam werden wir Anwalt des Lebendigen sein.
[Z.B. Menschenskinderlieder]
Jesus: Na auf, dann probieren wir es erst mal
einstimmig, damit Du das lernen kannst.
[LIED (mit Gitarre oder Klavier); auch im Kanon
versuchen.]
Jünger: Klasse. Hoffen wir, dass wir wirklich
möglichst viele werden. Und gemeinsam werden wir es schon schaffen,
die Welt zu verändern.
Jesus: Euer Optimismus ist gut, das ist eigentlich
das schönste Geburtstagsgeschenk. Dann können wir jetzt
in den Partykeller gehen.
Jünger: Ne halt. Du willst Dich doch nicht
etwa schon wieder drücken, Jesus?
Jesus: Drücken, wovor das denn?
Jünger: Na hör mal. Die abenteuerliche
Geschichte von Deiner Geburt. Das gehört dazu, jedes Jahr.
Du musst sie erzählen.
Jesus: Aber Ihr könnt die doch alle schon
auswendig.
Jünger: Und wenn schon. Komm, erzähl
sie uns.
Jesus: Ich bin jetzt aber irgendwie gar nicht
in der Stimmung, eine spannende Geschichte zu erzählen. Das
wird dann bestimmt öde.
Jünger: Na gut, dann lies sie uns vor.
Lukas, der Chefredakteur von der Jerusalem-Post hat die doch letztes
oder vorletztes Jahr mal veröffentlicht. Die war schön
geschrieben.
Jesus: Ich soll sie Euch vorlesen? Könnt
Ihr nicht selber lesen?
Jünger: Auf, jetzt zier Dich nicht so.
Als Gottessohn hast Du auch gewisse Verpflichtungen, auch an Deinem
Geburtstag. Schicksal.
Jesus: Na gut, aber dann will ich jetzt auch
genau wissen, wie gut ihr die Geschichte kennt. Ich lese sie ein
Stück vor - wenn ich sie überhaupt finde - und Ihr erzählt
sie dann jeweils weiter.
Jünger: Klasse, ein Quiz? Gibt's auch Preise.
Jünger: Sei nicht so albern.
Jesus: Warum nicht. Wenn ich doch schon Geburtstag
habe, einen runden dazu: Wer richtig weiter erzählt, kriegt
was. Ich habe hier noch eine Tüte mit Sachen, die sind eigentlich
für die Sternsinger gedacht, aber dafür kann ich ja noch
mal neu einkaufen gehen.
[Jesus holt die Geschichte]
Jesus: Also los:
[Separates Textblatt, Kopie. Weihnachtsgeschichte
als Lückentext zum Raten]
Jesus: Na, dann wäre das auch geschafft.
Dann wollen wir mal. Ich habe unten ein bisschen was zu Essen und
zu Trinken für uns vorbereitet. .....
[Musikkassette Happy Birthday, “Jünger”
nehmen die Gottesdienstbesucher mit zum Partyraum, der entsprechend
vorbereitet ist]
| Diesen Jugendgottesdienst-Komplettentwurf
und weitere findet ihr in: |
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