»DisGo - The walk of life«
Ein Jugendgottesdienst in der Autobahnkirche Himmelkron



Vorbemerkung:
Wir alle haben auf unserem Lebensweg unterschiedliche Stationen zu durchwandern: Freude und Leid, Höhen und Tiefen. Der Protagonist unseres Gottesdienstes, »Johnny«, durchlebt einzelne Stationen, in denen sich auch die Gottesdienstbesucher wiederfinden können.

Übersicht:

Der Gang durchs Labyrinth/Lied: »Walk of life«
Begrüssung
Lebensstation Nr. 1: Johnnys Kindheit
Gebet
Gemeindelied: »Go, tell it on the mountains«
Werbeblock I: Harry & Sally
Lebensstation Nr. 2: Jugend/Erste Liebe
Gemeindelied: »Blowing in the wind«
Kyrie
Lebensstation Nr. 3: Schwangerschaft
Lied
Lebensstation Nr. 4: Krankheit als Hürde
Aktion: Hürdenlauf
Lied
Lebensstation Nr. 5: Das Unerklärliche
Text: »Spuren im Sand«
Glaubensbekenntnis
Werbeblock II: No church, no kiss!
Lied
Fürbitten
Vaterunser, Segen
Gemeindelied: »Vertraut den neuen Wegen«
Lied: »Maccarena«
Zugaben
Vorbereitung:
In der Kirche wird ein Labyrinth oder ein Hindernisparcours mit den verschiedenen Lebensstationen angelegt, den die Gottesdienstbesucher durchlaufen müssen. Die anderen Zugänge zur Kirche werden mit Absperrbändern und -hüten versperrt.

Material:
- Für den »Gang durch das Labyrinth«: rot-weißes Absperrband, Absperrhütchen, Tische, Steine, Bonbons, Teelichter mit Bibelversen
- Aufstellbare Leinwand oder weißes Tuch, helle Lampe, Messer oder ähnliches für Spielszene »Johnny«
- Standspiegel, Overhead-Projektor, OH-Folien, Blume
- Leichtathletik-Hürde, Plakat »KRANKHEIT«
- Hürden (5-6 Stück), Multivitaminsaft, Trinkbecher für Aktion »Hürdenlauf«
- Parkbank, rechteckige Schachtel mit Aufschrift »CHURCH«

Ablauf:

Der Gang durchs Labyrinth/ Lied: »Walk of life«
Im Hindernisparcours können die Besucher Höhen und Tiefen des Lebenswegs nachempfinden; zu Beginn bekommen sie ein Teelicht mit einem Bibelspruch, der sie begleiten soll, im Laufe des Parcours ein Bonbon zur Stärkung.

Bis alle Besucher im Innern der Kirche eingetroffen sind, wird das Lied »Walk of life« eingespielt; der Held des Liedes, ein Mann namens »Johnny«, ist zugleich Protagonist des Gottesdienstes.

Begrüssung:
Wir begrüßen euch alle zum aktuellen DisGo »The walk of life«. »Here comes Johnny, singing oldies, goldies« heißt es im gleichnamigen Dire Straits Lied. Wir kennen das auch: vor lauter Glück vor sich hinsingen und die ganze Welt umarmen können, ein super Gefühl. Aber es gibt auch andere Zeiten. Zeiten, in denen nichts geht, wo wir uns wie gelähmt fühlen und aus der Bahn geworfen sind. Und es gibt ganz andere Zeiten: Zeiten, wo uns die ganze Welt offen zu stehen scheint, die Zeit des Büffelns und der Arbeit, die Zeit, eine Partnerin/einen Partner zu finden und, und, und...

Wir haben ihn heute hier, diesen Johnny, und er geht ihn stellvertretend für uns, den »walk of life«. Wir sind uns sicher: Manch einer von euch wird sich in der einen oder anderen Situation wiederfinden. Wir wünschen euch viel Spaß und Spannung bei den Wegen, die in diesem DisGo vor uns liegen! Jetzt geht´s auch schon los - mit Johnnys Kindheit...

Lebensstation 1: Johnnys Kindheit
Schattenspiel: Zu Beginn Streitszene der Eltern, die Fetzen fliegen, zum Schluss gehen Vater und Mutter sogar mit dem Messer aufeinander los.

Standbild: Johnny betet zu Gott: Er soll helfen, damit seine Eltern zusammen bleiben.

Gebet:
Lieber Vater im Himmel, ich habe meine Mami und meinen Papi so lieb. Warum müssen sie sich immer streiten? Ich bekomme furchtbare Angst, wenn sie sich so anbrüllen. Ist es wegen mir? Warum sind sie so böse aufeinander? Bitte mach', dass sie sich wieder vertragen und wieder so lieb haben wie früher. Mach, dass sie wieder lachen und mit mir spielen und sich nicht nur böse anschauen. Amen.

Kurze Pause, dann Stimme aus dem OFF
Alles bleibt beim Alten, der Streit, die Angst. Die Eltern trennen sich.
Entscheidung des Kindes: Es findet sich mit der Situation ab, versucht aber, die Eltern zu einem friedlicheren Miteinander zu bewegen; man sieht, wie es hinter der Leinwand einen Brief schreibt:

Liebe Mutti, lieber Vati! Ich bin immer noch traurig, dass ihr nicht mehr zusammen seid. Das ist so schade. Aber wenn es schon nicht zu ändern ist, könnt ihr wenigstens wieder ganz normal miteinander reden? Das fände ich so schön...

Dunkelheit
Bild der Eltern mit erhobenen Messern oder Fäusten ist wieder zu sehen; beide lassen die Fäuste fallen und stehen sich ganz normal gegenüber.
Kurze Zeit der Stille

Gemeindelied: »Go, tell it on the mountains«

Werbeblock I: Harry und Sally
Mitarbeiter mit Plakat »Werbung« geht zuerst gut sichtbar durch die Kirche. Der Werbeblock lehnt sich an die bekannten Dauerwerbesendungen auf den einschlägigen Kanälen an; Harry & Sally kommen von der Seite dynamisch in den Raum gefetzt und gehen zu einem Tisch vor ihnen; sie bewegen nur den Mund, gesprochen werden die Texte von anderen Mitarbeitern im Hintergrund mit stark übertriebenem Tonfall:

Sally: Hallo Harry!

Harry: Hallo Sally, schön, dass du auch hier bist!

Sally: Harry, was hast du denn heute Schönes mitgebracht?

Harry: Sally, du wirst es kaum glauben, es liegt hier direkt vor mir. (zeigt eine Bibel)

Sally: Es ist unglaublich grün, Harry!

Harry: Ja, Sally, das ist es, aber es kann noch viel mehr als grün sein!

Sally: Wirklich, Harry? Dann zeig’ es!

Harry: Man kann es aufschlagen, darin lesen, kann es überall mit hinnehmen, kann es auswendig lernen oder sogar hineinschreiben!

Sally: Harry, das ist der Wahnsinn! Doch wie finde ich mich darin zurecht.

Harry: Auch dafür haben wir eine Lösung! (hält Bibel hoch und blättert) Die Hersteller waren nicht dumm und haben es in verschiedene Abschnitte eingeteilt wie z.B. Matthäus, Markus, Lukas, Johannes und sogar diese sind noch einmal unterteilt in 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8...

Sally: Wow, das ist der Wahnsinn! Doch wann benutze ich es?

Harry: Sally, du kannst es immer und zu jeder Zeit benutzen. Egal wo, egal wann, egal wie. Nimm es mit und du hast es dabei!

Sally: Harry, du hast hier noch etwas liegen. Was ist das?

Harry: Es ist ein Gesangbuch, Sally. Meistens wird so etwas benutzt, um daraus Lieder zu singen. Manchmal wird es auch von Pfarrern in Anspruch genommen, um kleine Konfirmanden mit Auswendiglernen zu triezen.

Sally: Aber Harry, ich kann diese Schrift doch gar nicht lesen!

Harry: Du Dummerchen, das sind doch Notenzeilen!

Sally: Ja, das sehe ich auch. Doch was steht darunter?

Harry: Das ist eine Schrift in Altdeutsch. Und auch für dieses Problem gibt es eine Lösung! Zum Lesen der Altdeutschen Schrift gibt es diesen Opa noch dazu!

Älterer Mitarbeiter wird nach vorne gebracht.

Sally: Oh Harry, das ist wirklich wunderbar! Doch nun wollen wir wissen, was kosten diese Angebote?

Harry: Dazu eine kurze Zusammenfassung von Susi.

Mitarbeiter, aus dem Hintergrund: Tja, liebe Kunden, nun müssen Sie sich entscheiden: Zu einem Preis von weniger, als Sie denken, erhalten Sie das komplette Set von JESUS CHRIST SUPERSTAR. Neben der grünen, handlichen, gut lesbaren und verständlichen Bibel erhalten Sie das in schwarz gehaltene Gesangbüchlein in altdeutscher Schrift und den Opa, der es hoffentlich lesen kann. Bei sofortigem Bestellen senden wir Ihnen diesen komfortablen Beichtstuhl (Mitarbeiter bringt Klappstuhl) gratis dazu! Rufen Sie jetzt an! Das Buch der Bücher, das Gesangbüchlein, den Opi und den Beichtstuhl zum sensationellen Preis von weniger als Sie denken!

Sally: Harry, das ist ein Spitzenangebot! Das lasse ich mir auf keinen Fall entgehen! Was meinst du?

Harry: Ja Sally, ich hab' auch schon zugeschlagen!

Sally: Ich bin schon gespannt, was du das nächste Mal mitbringst, Harry.

Harry: Also dann, bis zum nächsten mal! Tschüss, Sally!

Sally: Es war großartig! Ciao, Harry!Beide sprinten wieder dynamisch zur Seite.

Lebensstation 2: Jugend/Erste Liebe
Johnny ist verliebt; vor dem Spiegel probt er, wie er die Angebetete anmacht: »Hey, Baby!« Gedankenverloren zupft er an einer Blüte: »Sie liebt mich, sie liebt mich nicht...« Als es mit »Sie liebt mich nicht« endet, meint er nur »Defekt!« und wirft die Blüte weg. Mit Overheadfolien wird verdeutlicht, wie unterschiedlich es weitergehen kann: Sie erhört ihn = Bilder von Familienkutsche, zwei Kinder / Sie gibt ihm einen Korb = mit Rotweinflasche unter Brücke. / Es bleibt offen, wie die Sache ausgeht.

Gemeindelied: »Blowing in the wind«

Kyrie:
Vater im Himmel, von vielen Seiten wird uns vorgegaukelt, das Leben sei ein Spiel oder ein immer währender Traum. Wenn wir sehen, was um uns herum geschieht, fällt es uns schwer, das zu glauben. Aber wir wissen, dass unser Leben ein Geschenk aus deiner Hand ist. Ein Geschenk, das uns schöne Zeiten und großartige Augenblicke bescheren kann. Wir wissen aber auch, dass Schicksalsschläge und Leid nicht an uns vorüber gehen. Oft können wir das, was uns widerfährt, nicht fassen und nicht begreifen. Mit dem, was wir nicht verstehen können oder wollen, kommen wir jetzt zu dir.

Wir können nicht verstehen, dass am Bodensee 71 Menschen wegen einer Verkettung unglückseliger Umstände zu Tode gekommen sind. Wir können nicht begreifen, warum so viele Kinder bei diesem Unglück sterben mussten. Sie wollten ihr Leben noch leben und gestalten.

Wir können nicht verstehen, dass manche Menschen immer wieder hart vom Schicksal getroffen werden. Warum sie Menschen verlieren müssen, die ihnen lieb sind oder Lebensumständen ausgesetzt werden, die kaum zu ertragen sind.

Wir rufen zu dir: »Kyrie«

Wir können nicht verstehen, dass Menschen in der Blüte ihres Lebens von Krankheiten geschlagen werden, die sie in den Abgrund des Todes blicken lassen. Wir begreifen nicht, warum das sein muss.

Wir können nicht verstehen, dass in Deutschland Menschen immer wieder Opfer blinder Gewalt werden. Wir fragen uns, warum dein Gebot, den Nächsten zu achten, sprichwörtlich mit Füßen getreten wird.

Wir rufen zu dir: »Kyrie«

Wir können nicht verstehen, dass Menschen von heute auf morgen aus unserem Leben gerissen werden. Dass Menschen, mit denen wir kürzlich noch geredet und gelacht haben, plötzlich nicht mehr da sind.

Wir können nicht verstehen, dass für Millionen von Menschen auf dieser Welt die einzige Lebensperspektive aus Hunger und Armut besteht, während hier in Europa ständig Berge von Nahrungsmitteln vernichtet werden.

Wir rufen zu dir: »Kyrie«

Vater im Himmel, »meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege« sagst du uns durch den Propheten Jesaja. So oft können wir nicht sehen, welche Wege du mit uns gehen willst und nicht akzeptieren, was du uns zumutest. Aber lass uns auch in den dunkelsten Augenblicken unseres Lebens daran denken, dass du bei uns bist und nicht von unserer Seite weichst. Und lass uns dankbar sein für alle Augenblicke des Glücks. Amen.

Lebensstation 3: Schwangerschaft
Johnny sitzt auf einer Parkbank, murmelt Unverständliches vor sich hin, fährt sich immer wieder durch die Haare. Eine Fremde nimmt, unbemerkt von ihm, auf der Bank Platz. Johnny blickt unverwandt in die Ferne.

Die Fremde: Geht es Ihnen gut?

Johnny: Ja, ja, danke der Nachfrage.

Die Fremde: Geht es Ihnen wirklich gut?

Johnny, leicht gereizt: Was heißt das schon, es geht mir gut???

Die Fremde: Das heißt, dass sie sich wohl fühlen und dass das Leben Ihnen Freude macht.

Johnny, nach kurzem Zögern: So. Also dann, wenn Sie es genau wissen wollen: Es geht mir nicht gut. Meine Freundin ist schwanger, ich verdiene noch kein Geld und habe keine Ahnung, wo wir wohnen sollen und wie unsere Eltern reagieren, das möchte ich mir gar nicht erst vorstellen!

Die Fremde: Schwierig.

Johnny, noch gereizter: Schwierig? Oh ja, so kann man es sagen! Schwierig!

Die Fremde: Ich hatte mal einen guten Freund, der kam aus Franken. Ich weiß noch genau, was er sagte, wenn es schwierig wurde: Des wird a aus! (Kurze Pause) Und eines ist sicher: Kneifen gilt nicht! Viel Glück, mein Freund!
Die Fremde steht auf und verschwindet zur Seite, während Johnny nachdenklich vor sich hinstarrt.

Lied (Band)

Lebensstation 4: Krankheit als Hürde
Die Jahre vergehen und es läuft gut für Johnny. Das Kind kommt auf die Welt, ein kleines Mädchen. Johnny und seine Frau sind überglücklich. Auf der Karriereleiter geht es aufwärts mit Johnny, aus einer 3-Zimmer-Wohnung wird ein eigenes Haus. Wie gesagt: es läuft gut für Johnny...

Während des Berichts dreht Johnny seine Runden durch die Kirche. Auf einmal steht vor ihm eine Hürde mit Plakat »KRANKHEIT«, die er so noch nie bewältigen musste.

Verschiedene Möglichkeiten der Bewältigung werden gezeigt: Johnny nimmt die Hürde; zwei der Mitarbeiter tragen ihn über die Hürde; er bleibt resigniert davor liegen/sitzen usw.

Aktion: Hürdenlauf
Tja, in einigen Situationen konntet oder könnt ihr euch bestimmt wiederfinden. Sicher gab es in eurem Leben auch schon Hürden zu überwinden. Vielleicht gab es auch Hindernisse, denen man am liebsten ausgewichen wäre. Was tun, wenn Hindernisse und Hürden den Weg versperren? Das ist von Typ zu Typ unterschiedlich. Das kommt auch auf meine momentane Verfassung an. Und auf das Umfeld, in dem die Hürden stehen.

Wir laden euch jetzt ein, euch spielerisch an Hürden zu probieren. In der Kirche wurden verschiedene Hürden aufgestellt, schaut, wie ihr drüber kommt. Bitte geht sorgsam mit ihnen um, wir haben sie nur geliehen und sie werden am Montag früh wieder gebraucht. Für die Faulen, Schwachen und Motivationslosen haben wir einen Sonderposten aufgestellt. Vor dem gibt es eine kleine Stärkung in Form von Power-Drinks. Wenn ihr aus medizinischen Gründen nicht über die Hürden steigen könnt, bitten wir um Vorlage eines ärztlichen Attestes...

Lied (Band)

Lebensstation 5: Das Unerklärliche
MitarbeiterIn: Und strengen wir uns noch so sehr an, manchmal kommen wir nicht weiter. Manchmal gibt es keinen Weg, weder über die Hürde noch außen herum, es ist auch niemand da, der uns helfen könnte. Manchmal sind auch unsere Freunde, Eltern oder Partner genauso hilflos und machtlos wie wir. Manchmal schreit unsere Not zum Himmel und niemand hört uns. Manchmal bricht ein Unglück auf uns herein und es stellt sich nur die Frage:

Warum? Warum ich? Warum lässt Gott so etwas zu? Warum erwischt es uns? Und es gibt keine Antwort. Manchmal geschehen Dinge, die niemand erklären kann. Manchmal werden uns Dinge zugemutet, die uns die Luft nehmen, die wir nicht begreifen können, auch wenn wir uns den Kopf zermartern, dann bleibt uns nur die Hoffnung. Und deshalb brauchen wir manchmal Hoffnungsgeschichten, eine lesen wir euch jetzt vor:

Text: »Spuren im Sand« (Margaret Fishback Powers)

Glaubensbekenntnis:
Den Gott, der uns auch im Unerklärlichen trägt, bekennen wir mit dem Glaubensbekenntnis.
Wir glauben an Gott, der unser Vater ist, der Vater aller Menschen, besonders der Vater aller Menschen, die am Rand sind, die »unten« ohne Chance leben, der Vater derer, die auf ihren Lebenswegen erschöpft liegen bleiben und nicht weiterkommen. Er hat alles geschaffen: Berge, Pflanzen, Tiere und uns Menschen. Er hat uns die Erde geschenkt, damit wir sie nutzen zum Wohl aller. Er hat uns seinen Sohn geschickt, um uns seine Liebe zu zeigen.
Und an seinen Sohn Jesus Christus glauben wir, weil er den Lebensweg eines Menschen ging. Er hat als Kind gespielt und geweint, war traurig und hat sich gefreut. Als Jugendlicher hatte er Ziele, Wünsche und Hoffnungen. Manches ging in Erfüllung, manches bereitete ihm Sorgen und Ängste. Als Mann durchlebte er auf seinem Weg Höhen und Tiefen. Er erlebte Gemeinschaft, Freundschaft und Liebe, aber auch Enttäuschung, Verfolgung und Verrat. Er ging den Lebensweg eines Menschen bis in den grausamen Tod am Kreuz. Aber er starb nicht umsonst und unterlag in Wahrheit nicht, weil er auferstand und uns damit Mut macht. Weil er uns zeigte, dass Not, Elend und Tod nicht das endgültig Letzte sind.

Deshalb hat er uns auch seinen heiligen Geist geschickt. Er tröstet die Traurigen, ermutigt die Verzagten, wendet sich liebevoll den Ausgegrenzten zu, er nimmt uns die Angst und begeistert uns für Gott und die Welt. Wir glauben, dass Gottes heiliger Geist unsere Herzen erreicht und in uns lebendig ist. Wir glauben, dass seine Kraft in uns wirkt und uns auf unseren Lebenswegen begleitet, egal wo wir gehen oder stehen. Amen, das glauben wir.

Werbeblock II: No church, no kiss!
Zwei Leute sitzen auf einer Parkbank. Verdeckt hinter ihnen kauert noch jemand, die Schachtel mit Aufschrift »CHURCH« in der Hand.

Er: Baby, siehst du die Sterne?

Sie: Jaaa!

Beide rutschen aufeinander zu. Er: Baby, siehst du den Mond?

Sie: Jaaa!

Er: Baby, ich bin so scharf auf dich!

Mitarbeiter, schießt von hinten vor: STOP! No church, no kiss! (zeigt dabei Schachtel nach vorn. Sie und er zucken mit der Schulter, gehen ab.)

Lied (Band)

Fürbitten:
Guter Gott, du bist mit uns unterwegs auf unseren Wegen, deshalb können wir dir immer unsere Sorgen und Bitten vortragen:

Wir bitten für die Traurigen und vom Leben Enttäuschten, schicke ihnen Menschen, die sie mit ihrer Fröhlichkeit und Freude anstecken.

Wir bitten für die Menschen, die einsam und alleine sind, lass sie Wegbegleiter finden, die sie ein Stück ihres Weges begleiten.

Wir bitten für die Menschen, die kraftlos und mutlos sind, lass sie Menschen finden, die ihnen Stärke und neuen Lebensmut schenken.

Wir bitten dich für die Toten, deren Lebensweg hier auf Erden zu Ende ging und die auf dich ihre ganze Hoffnung gesetzt haben, gib ihnen bei dir Leben in Freude und Fülle.

Vaterunser

Segen

Gemeindelied: »Vertraut den neuen Wegen«

Lied: »Maccarena« (von The Berneck Bros., Mitarbeitergruppe)

Zugaben (Band)

Anmerkungen:
»DisGo« ist ein Angebot der Evangelischen und Katholischen Jugend Bad Berneck, das dreimal jährlich in der Autobahnkirche Himmelkron (unmittelbar neben einer Discothek gelegen) stattfindet. Es wurde entwickelt, um neben Jugendlichen vor allem kirchenkritische und -distanzierte Menschen anzusprechen. Aus diesem Grund gehören zu den grundsätzlichen Bestandteilen jedes DisGo-Gottesdienstes:

1. Live-Musik
2. Kabarettistische Elemente: Spielszenen, Werbeblöcke; die den Besuchern aus Film, Funk und Fernsehen bekannte Werbung wird verfremdet und mit einer religiösen Botschaft unterlegt.
3. Klassische Gottesdienstelemente wie Kyrie, thematische Gebete, Glaubensbekenntnis, Vaterunser, Segen...
4. Aktion, in der die Besucher eine aktive Rolle einnehmen.

Teelichttexte
»Ist er zur Linken, so schaue ich ihn nicht;
verbirgt er sich zur Rechten, so sehe ich ihn nicht.
Er aber kennt meinen Weg gut.« (Hiob 23, 10f)

»Befiehl’ dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn,
er wird´s wohl machen.« (Psalm 37, 5)

»Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater denn durch mich.« (Joh 14, 6)

»Du tust mir kund den Weg zum Leben:
Vor dir ist Freude die Fülle und
Wonne zu deiner Rechten ewiglich.« (Psalm 16, 11)

»Ich gehe oder liege, so bist du um mich
und siehst alle meine Wege.« (Psalm 139,3)

Kontakt:
Evangelische Jugend im Dekanat Bad Berneck
Kirchenring 43
95460 Bad Berneck
Telefon 09273/8183
Fax 09273/929120

Katholische Jugend Bad Berneck
Maintalstraße 121
95460 Bad Berneck
Telefon 09273/9669700
Fax 09273/5610







Diesen Jugendgottesdienst-Komplettentwurf und weitere findet ihr in:
Timo Rieg (Hrsg.)
Jugendgottesdienst Powerpack
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