»School's Out«
Ein Jugendgottesdienst in der St. Nicolaikirche in Eckernförde am letzten Schultag



Übersicht:

Musik
Begrüssung
Gebet
Lied: »Wer nach Betlehem fliegen wird«
Einstimmung auf das Thema Weihnachten
Lied: »In der Mitte der Nacht«
Überleitung zur Spielszene
Spielszene: Der Engel und seine Weihnachtsgeschichte
Lied: »Stille Nacht, heilige Nacht«

Aktion

Lied: »Weil Gott in tiefster Nacht erschienen«

Gebet

Vaterunser
Segen
Lied: »Go tell it to the mountains«
Vorbereitung:
Auf den Altarstufen werden ca. 120 Bilder ausgelegt: Postkarten etc., die alle etwas mit Weihnachten zu tun haben oder zu tun haben könnten, sowohl klassisch als auch provokant, sowohl naheliegend als auch tiefsinniger.

Material:
Diverse Bilder zum Thema »Weihnachten«, Assoziationen können auch ganz weit gefasst sein, also sowohl Bilder mit Kirche, Krippe, Weihnachtsmarkt, Hütte im Schnee, wie auch umgekippte Weinflaschen, bettelnde Menschen, Kriegsbild...; Karten mit Bild und Text für jeden Gottesdienstbesucher; Zettel und Stifte zum Herumgeben; großes Bild von einem Engel; Liedblätter; Holzkrippe mit Stroh
Ablauf:

Musik (vom Jugendchor)

Begrüssung:
Wunderbar, dass Ihr hier seid. Zum erstenmal startet ein »School´s out«-Gottesdienst. Wir wollen zusammen das Ende der Schulzeit und den Ferienbeginn feiern, noch mal was zusammen machen, ehe ihr euch in den Ferien vielleicht nicht so häufig seht. Das Thema heißt also Ferien, aber auch Weihnachten.

Ich bin Maike Lauther-Pohl, ich bin Jugendpastorin, und möchte gerne mehr mit euch zusammen machen. Diesen Jugendgottesdienst gestalte ich nicht allein, die Gruppe »Sacropop« trägt mit ihrer Musik mit dazu bei.

Einen Gottesdienst feiern - das machen wir für uns, weil wir dazu Lust haben. Aber wir tun das auch mit Gott zusammen, sozusagen im Namen Gottes. Indem wir sagen: Wir wollen etwas mit Gott zu tun haben. Deshalb feiern wir diesen Gottesdienst im Namen Gottes, der etwas mit uns zu tun haben will und Gutes mit uns vorhat.

Gebet:
Gott, endlich Ferien! Erst mal Schluss mit Druck, Leistung, eine Arbeit nach der nächsten! Erst mal Schluss mit: ungerecht behandelt werden, mit Stress mit den Mitschülern, mit Langeweile. Endlich Freiheiten, ausschlafen, in Ruhe gelassen werden, nicht immer was bringen müssen, abhängen. Das tut gut. Danke, dass das jetzt dran ist!

Kann aber auch sein, Gott, dass jetzt neuer Druck auf uns zu kommt: Erwartungen der anderen zu Weihnachten, Erwartungen von uns selbst an uns selbst, es soll doch alles harmonisch sein. Gott, hilf uns, wir selbst zu sein. Hilf uns, zu uns zu kommen, uns selbst zu erleben und das anderen verständlich machen zu können. Gott, lass Weihnachten auch eine Zeit für uns sein, lass Weihnachten gut für uns werden. Amen.

Lied: »Wer nach Betlehem fliegen wird« (in: Die gute Nachricht weitersagen, Menschenkinder Musikverlag)

Einstimmung auf das Thema Weihnachten:
Weihnachten - was bedeutet das für mich? Wir sind hier 60 Leute in der Kirche zusammen. Das sind dann bestimmt 60 verschiedene Bedeutungen von Weihnachten. Weihnachten erleben ist etwas ganz Individuelles. Und zugleich: Kaum ein Ereignis gibt so viel Festes vor an Erwartungen, an Traditionen. Wer darf schon mal was verändern, am Weihnachtsbaumschmuck, am Zeitplan in der Familie, an den Formen? Meistens ist längst schon alles festgelegt, eben so, wie es immer schon war. Das hängt mit Kindheit zusammen. Auch mit Bildern und Inhalten von Weihnachten, die wir aufgedrückt, vor Augen gehalten bekommen und wir übernehmen etwas davon, ob wir wollen oder nicht. Also - was bedeutet nun Weihnachten ganz persönlich für dich? Für dich? Für dich?
Der Jugendgottesdienst hier soll dem etwas auf die Spur kommen. Als Einstieg dazu für jeden und jede selbst liegen hier vorne Bilder. Bilder von Weihnachten. Viele stellen einen Aspekt von Weihnachten dar, der »typisch« für Weihnachten ist, aber wer sagt denn, was typisch für Weihnachten ist? Einige stellen etwas dar, was traditionell eher nicht zu Weihnachten gehört, aber vielleicht viel eher etwas damit zu tun hat, was man, wenn man mehr über den Sinn von Weihnachten nachdenkt, damit dann verbindet.

Die Frage ist jetzt: Welches dieser Bilder hat am meisten mit Weihnachten zu tun? Welches am wenigsten? Und zwar für jeden und jede ganz persönlich? Welches kommt deinem eigenen Sinn von Weihnachten am nächsten? Welches am wenigsten? Also, kommt nach vorne, guckt euch erst mal in Ruhe die Bilder an, stellt euch zu dem Bild, das für euch am meisten über euer Weihnachten aussagt. Und guckt schon mal nach dem zweiten Bild, das am wenigsten über euer persönliches Weihnachten aussagt.
Aufforderung an einige, die mögen, ihr Bild hoch zu halten, Austausch vorne an den Altarstufen

Lied: »In der Mitte der Nacht« (in: Fürchte dich nicht, Lutherisches Verlagshaus Hannover)

Überleitung zur Spielszene
Weihnachten - viele Bilder gibt es dazu, viele innere Bilder, viele Personen spielen da mit. Ich habe eine Person - oder ist es ein Bild? Das müsst ihr entscheiden - herausgegriffen, das in diesem Jugendgottesdienst im Mittelpunkt stehen soll: der Engel. Der Weihnachtsengel. Die Gestalt des Engels boomt ja, d.h., eigentlich ist die Spitze des Booms wohl schon überschritten, wir haben uns schon daran gewöhnt, dass überall und fast zu jedem Thema mal ein Engel auftaucht. Kann man Engeln auf die Spur kommen?

Eher umgekehrt: Sie spüren uns auf. Sie spüren uns auf, kreuzen unseren Lebensweg. In der Bibel wird viele Male von Engeln erzählt - und zwar nicht nur als Schutzengel. Mal stellen sie sich einem in den Weg, mal versperren sie den Rückweg, etwa den zurück ins Paradies. Es gibt sie als Würgeengel, aber auch mal als die, die dem Angreifer in den Arm fallen und so retten.

Engel haben verschiedene Aufgaben. Eine Aufgabe ist in einem Satz aus den Psalmen aufgeschrieben. Der heißt: »Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.«

Besonders engelsreich sind die Übergänge in unserem Leben, also da, wo sich etwas verändert, wo etwas Altes aufhört und etwas Neues beginnt. Auch am Übergang von der Schulphase in die Ferien, meine ich. Und an Weihnachten sowieso. Es gibt ja auch Menschen, die haben schon mal die heimelig-unheimliche Nähe eines Engels verspürt oder meinten, einen Engel im Raum zu spüren.
Von einem Engel, einem bestimmten Engel, wollen wir euch jetzt etwas erzählen. Oder eigentlich gar nicht so sehr erzählen, mehr etwas vorspielen.

Spielszene: »Der Engel und seine Weihnachtsgeschichte« (von Maike Lauther-Pohl)
In einem Gottesdienst an Heiligabend irgendwo in einer Kirche. Die Frau, die sich bereit erklärt hat, in diesem Jahr die alljährliche Weihnachtsgeschichte zu verlesen, steht vorne am Mikrofon. Ihre Stimme klingt durch den Raum:

Frau: »...und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatte sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Herden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude.«

Engel, tritt hinzu: Halt, halt, halt! Das finde ich nicht gut!

Frau: Äh... moment mal, würden Sie mich bitte nicht stören beim Lesen der Weihnachtsgeschichte? Dieser Augenblick ist den Menschen hier in der Kirche an Heiligabend sehr wichtig!

Engel: Wichtig? Das ich nicht lache. Nein, ich finde, Sie können das nicht machen!

Frau: Was kann ich nicht machen?

Engel: Sie können nicht die alte, wunderbare Geschichte hier verlesen, vor diesen Menschen hier!

Frau: Ach, kann ich nicht? Wer sind Sie denn überhaupt, dass Sie meinen, Sie dürften unsere besinnliche Atmosphäre hier im Gottesdienst kaputtmachen?

Engel: Ach so, ja, ich habe mich wohl noch nicht vorgestellt. Gestatten, ich heiße Gabriel. Ich bin der Engel Gottes.
In der Kirche ist es mucksmäuschenstill. Einen Augenblick lang sagt niemand etwas.

Frau: Der Engel Gottes? Der von damals? Aus der Weihnachtsgeschichte, die ich gerade lese?

Engel: Ja. Aber so besonders ist das ja nun auch wieder nicht. Wir Engel sind eigentlich meistens dabei, wenn ihr Menschen etwas tut auf der Erde. Nur nimmt uns in der Regel niemand wahr.

Frau: Äh, ja, ich glaube, ich habe auch noch nie einen Engel gesehen. Und erst recht nicht mit ihm gesprochen.

Engel: Sehen Sie. Dabei gehören wir zum Alltag wie die Luft zum Atmen oder die Musik zum Schularbeiten machen.

Frau: Aber, ich hab' noch nicht verstanden: Wenn du doch der Engel von damals bist, der, der den Hirten die frohe Nachricht von dem Kind in der Krippe gebracht hat, warum unterbrichst du mich beim Vortragen deiner Geschichte und sagst, ich soll sie nicht lesen? Es müsste dich doch freuen, wenn wir die alte Geschichte wieder in Erinnerung bringen.

Engel: Freuen? Es freut mich überhaupt nicht. Ihr benutzt sie doch nur. Ihr missbraucht sie geradezu. In echt interessiert euch doch nicht die Bohne, was damals passiert ist im Stall. Aber weil ihr's gerne so heimelig und gefühlvoll und kitschig-schön habt, benutzt ihr die Geschichte, um euch ein bisschen Stimmung zu verpassen. Für das Feeling. Und anschließend ist die Geschichte dann abgehakt und wieder egal. Aber dafür, dafür ist sie nicht passiert!

Frau: Wofür ist sie denn passiert?

Engel: Äh, wie?

Hier unterbrechen, durch die Kirche gehen, die Frage an die Jugendlichen weitergeben

Engel: Sie ist dazu passiert, damit ihr Menschen was versteht. Damit ihr das Einmalige versteht, das damals, zu meiner Zeit so absolut neu war: Gott will etwas mit euch Menschen zu tun haben! Gott macht sich klein, wird ein Kind, weil er so dichter bei euch ist! Da, wo ihr seid, will er auch sein!

Frau: Aber, ehrlich gesagt, ich musste noch nie in einem Stall übernachten. Nur damals, auf der Fahrradtour, in der Heuherberge, aber das war freiwillig und eigentlich ganz urig.

Engel: Das mit dem Stall, mit der Krippe, das ist ein Bild dafür, dass es so ist mit
Gott: Gott braucht keine reichen Schlösser oder prunkvolle Kirchen. Da, wo die normalen Menschen sind, und vor allem da, wo die sind, denen es etwas dreckiger geht als anderen, da will Gott sein. Bei denen, die nicht ausreichend über sich selbst bestimmen können. Bei denen, die unter Druck, auch unter Leistungsdruck stehen. Bei denen, die nicht richtig wissen, wo es langgeht. Bei denen, die benachteiligt sind, bei denen will Gott sein. Deshalb kommt er als Kind in der Krippe in Jesus zu uns. Und nicht auf einen Thron oder einer Kanzel.

Frau: Ja. Leuchtet mir ein. Aber - nichts anderes wollte ich doch vorhin sagen, als ich die Weihnachtsgeschichte, also deine alte Geschichte gelesen habe.

Engel: Na, ich weiß nicht, ich habe viel mehr das Gefühl, die Geschichte hat gerade noch die Funktion, etwas Lieblichkeit als Soße über eure Weihnachtsfeierei zu gießen und dann ist aber auch genug mit Rührseligkeit und Gott und so.

Frau: Also ehrlich, das muss ich ja nun auch mal sagen: Es ist aber auch echt schwer zu verstehen, was Weihnachten genau bedeutet. So ganz persönlich, meine ich. Jahr für Jahr habe ich in meinem Leben schon Weihnachten gefeiert, aber so ganz dramatisch hat sich gar nichts verändert in meinem Leben. So viel Frieden merke ich nun auch nicht. Und in diesem Jahr weniger denn je. Kann es sein, dass es auch daran liegt, dass dir unsere Art, Weihnachten zu feiern, nicht so richtig passt? Müsste nicht langsam, nach zweitausendundeinem Mal Weihnachten feiern, alles Böse aus der Welt geräumt sein und nur noch Frieden herrschen?

Engel: Ich glaube nicht, dass Gott das meint. Das wäre ja eine künstliche Welt, in der uns alles aus der Hand genommen wäre. Nein, Gott nimmt uns schon sehr ernst in unseren Möglichkeiten, Gutes oder Schlechtes zu tun. Leben bedeutet up and down, Leben ist schön und anstrengend, beglückend und traurig, leicht und manchmal sehr schwer. Aber seit Weihnachten können wir wissen: Wir leben in Höhen und Tiefen, aber innerhalb des Spielraumes, den Gott uns schenkt, gehalten von Gott. Das sagt die Weihnachtsgeschichte.

Frau: Ich glaube, ein bisschen habe ich verstanden. Aber sag mir doch noch mal ganz deutlich: Was bedeutet Weihnachten für mich persönlich? Wie wirkt es sich ganz konkret in meinem Leben aus?

Engel: Das kann man, glaube ich, nicht erklärt bekommen. Was das heißt, dass Gott etwas Gutes mit dir vorhat, das musst du selbst entdecken. Man muss sich auf die Suche machen, um etwas vom Weihnachtsgeheimnis zu entdecken.

Frau: Wie mache ich mich denn auf die Suche? Ist das nicht schon ganz viel Suche, was wir jedes Jahr veranstalten mit der Advents- und Weihnachtszeit? Dieses heftige Vorbereiten, Schmücken, Basteln, Einkaufen? Eigentlich ist das doch Suchen nach etwas Schönem, Heilem, etwas, das einen innerlich ganz glücklich und entspannt werden lässt. Diese ganzen Lichterketten und das Weihnachtsgeflimmere, das ist doch nichts anderes als eine tiefe Sehnsucht nach Glanz, nach Hellem, nach Wärme, auch in uns drin.

Engel: Meinst du?

Frau: Ja, ich glaube, alle Menschen machen mit bei dieser wilden Weihnachtsvorbereitung, weil sie genau das tun: Sie suchen nach dem Geheimnis von Weihnachten. Sie suchen nach dem, was es persönlich für sie selbst bedeutet.

Engel: Und? Was beobachtest du? Finden sie es?

Frau: Die einen mehr, die anderen weniger. Vielleicht vor allem: die anderen weniger. Trotzdem glaube ich: Solange wir noch Weihnachten in irgendeiner Form vorbereiten und feiern, gestehen wir uns unsere Sehnsucht nach Frieden und nach liebevollem Zusammenleben ein. Und solange wir uns diese Sehnsucht eingestehen, kommen wir ihr ein kleines Stück näher.

Engel: Aber dann, dann gehört ja doch die Weihnachtsgeschichte mit hinein in diese Suche. Dann bedeutet sie ja vielleicht mehr für die Menschen, als ich gedacht habe.

Frau: Kann schon sein. - Engel?

Engel: Ja?

Frau: Wo gehst du jetzt hin, nachdem du mir hier begegnet bist?

Engel: Dorthin, wo ich immer bin: In euch Menschen.

Lied: »Stille Nacht, heilige Nacht«

Aktion:
Weihnachten hat mit Wünschen zu tun. Oft, manchmal zu oft und zu schnell, werden materielle Wünsche von uns erfüllt. Aber dann gibt es ja noch die anderen Wünsche, die, die man nicht mit Geld kaufen oder mit Gutscheinen einlösen kann. Wünsche nach Frieden, Gesundheit, die Klärung eines Problems, Beendigung eines Streites und vieles andere. Der Adressat solcher Wünsche sind weder die Eltern noch ist es der Weihnachtsmann. Die gehen Gott etwas an. Es tut gut, sich Gelegenheit und Zeit zu nehmen, etwas, was drückt und wo nach wir uns sehnen, abzugeben, an Gott weiterzugeben. Dafür ist jetzt Gelegenheit.

Nicht laut, nicht gemeinsam, sondern still, für euch allein. Dazu können wir uns Zeit nehmen. Ich gebe Zettel und Stifte herum. Ihr seid eingeladen, einen Herzenswunsch an Gott für euch ganz persönlich aufzuschreiben. Faltet den Zettel zusammen und bringt ihn dann hier nach vorne in die Krippe. Ich verspreche euch: Niemand wird die Zettel wieder auffalten oder gar lesen. Die bleiben so und ich verbrenne sie nachher.

Und noch etwas: Mit einem aufgeschriebenen Gebet werde ich etwas los, wird es ein bisschen leichter in mir, probiert es aus. Aber ich bekomme auch etwas, ich nehme etwas davon mit. Als Zeichen dafür dürft ihr, wenn Ihr den Zettel abgelegt habt, dort bei dem Engel vorbei gehen und euch ein Blatt mit einem kleinen Brief an euch mitnehmen. Und behalten und mit in die Weihnachtstage nehmen.

Vor einem großen Bild mit einem Engel liegen viele gefaltete Briefkarten. Wenn man sie aufklappt, sieht man links ein Engelbild von Marc Chagall und rechts den Text von Rose Ausländer: »Ein Engel in dir/freut sich über dein Licht/weint über deine Finsternis/aus seinen Flügeln rauschen/Liebesworte, Gedichte, Liebkosungen./Er bewacht deinen Weg./Lenkt deinen Schritt engelwärts.«

Lied: »Weil Gott in tiefster Nacht erschienen« (in: Umkehr um Leben, Hässler-Verlag)

Gebet:
Gott, wir brauchen Engel, damit die Welt nicht so düster ist. Wir brauchen einen Engel für uns selbst, der das in die Hand nimmt, was uns über den Kopf wächst. Der das richtig macht, was uns nicht so gelingt.

Aber wir brauchen auch Engel für andere. Für die Menschen, denen es schlecht geht. Die, die krank sind oder alleine zu Weihnachten. Schicke ihnen einen Engel, der etwas Trost mitbringt.

Gott, wir warten auf Friedensengel für die Welt. Für die Kinder und andere Flüchtlinge in Afghanistan und in anderen Gegenden der Erde. Für die Familien der Opfer der Terroranschläge. Für die, die zu wenig Geld zum Überleben haben und manchmal auch keinen Platz zum Wohnen in der Kälte. Gott, sei bei ihnen, schicke ihnen ihren Engel.

Vaterunser

Segen
Gottes Segen sei in Euch. Gottes Segen umspiele Euch. Bleibet ihr ein Segen. Amen

Lied: »Go tell it to the mountains« (in: Mein Liederbuch für heute und morgen, tvd-Verlag, Düsseldorf)


Anmerkungen:
Der äußere Rahmen: Die Zeit war so festgelegt, dass der Gottesdienst sich an der letzten Stunde der weiterführenden Schulen anschloss. Die Idee ist es, dass Jugendliche so ein Übergang angeboten wird, nach Schulschluss noch eine außerschulische Veranstaltung mit Gemeinschaftscharakter, mit Freundinnen und Freunden zu erleben, ehe man in die Ferien und damit in der Regel auseinander geht.

Der Ort: Die St. Nikolaikirche liegt in Eckernförde in der Fußgängerzone als eine von zwei Kirchen in der Stadt. Sie ist zentral, allerdings liegt das Schulzentrum mit drei Schulen weiter ab, die Kirche ist also nicht zu Fuß von einigen der Schulen zu erreichen, von anderen schon. Mit dem traditionellen Kirchraum möchte ich das Angebot machen, »klassische« Kirche in anderen Formen zu erleben, eben in einem auf Jugendliche abgestimmten Jugendgottesdienst.

Die Beteiligten: die Pastorin, eine Jugendliche, der Jugendchor »sacropop«

Kontakt:
Pastorin Maike Lauther-Pohl
Kirchenkreisjugendwerk Eckernförde
St. Nicolaistr. 21
24340 Eckernförde
Telefon 04351/712388



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Jugendgottesdienst Powerpack
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 Dieser Band ist leider vergriffen,
  Nachfolgeband: "Jugendgottesdienst Powerpack 2"

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