»Von
Gebundenheit gelöst«
Ein Jugendgottesdienst der evangelischen Gemeinde Hilpoltstein
Übersicht:
Videoclip: »The storm is over«
Begrüssung
Tanz
Lied: »Open Up«
Gebet
Liedblock (4 Lieder)
Anspiel
Predigt/Evangelium (Mk 7, 31-37)
1. Gebunden in der Welt
2. Gebracht von Freunden
3. Gelöst durch Jesus
4. Ganz alleine Gott
5. Rückblick
Lobpreis
Tanz
Vaterunser/Lied: »Bist zu uns wie ein
Vater«
Segen
Lied: »In the kingdom«
Give-away
Reden im Gemeindehaus
Vorbereitung:
Für die Vorbereitung des Gottesdienstes benötigen wir
zwischen fünf und sechs Vorbereitungstreffen. Das erste Vorbereitungstreffen
dreht sich hauptsächlich um die Findung des richtigen Themas
und eines geeigneten Predigers zu diesem. Die folgenden Treffen
dienen den Detailplanungen (Dekoration, Give-aways) und dem Gebet
für die Veranstaltung.
Die Werbung für unseren Gottesdienst erfolgt
durch Veranstaltungshinweise in den regionalen Zeitungen und durch
die lokalen Radiosender. Bedingt durch die parallele Vorbereitung
von Kirche und Gemeindehaus ist der Arbeitsaufwand am Veranstaltungstag
relativ hoch. Wir nützen diese Möglichkeit aber, um Konfirmanden
in die Vorbereitung mit einzubinden. Ein wesentlicher Teil der Vorbereitung
ist die Gebetsunterstützung vor und während der Veranstaltung.
Hierfür konnte ein Erwachsenenhauskreis gefunden werden.
Material:
Rotes Papier für Give-aways
Ablauf:
Videoclip: »The storm is over« (R.
Kelly)
Der Videoclip wurde bewusst für nicht entschiedene Jugendliche
ausgewählt, die sich mit etwas ihnen Vertrautem abgeholt und
willkommen geheißen fühlen.
Begrüssung
Tanz (von Dance2Praise)
Lied: »Open Up« (Jesus Freaks)
Gebet (frei formuliert)
Liedblock: »When darkness falls«
(Jesus Freaks); »Bringet dar« (Christoph Halmen); »Sing
halleluja« (Linda Stassen); »Etwas in mir« (Albert
Frey)
Der Liedblock ist geprägt von fetzigen Liedern, die die Besucher
zum Mitfeiern einladen.
Anspiel: Dialog zwischen Prediger und Besucher
des Gottesdienstes
Prediger, kommt auf die Bühne, total überzeugt: Zur Freiheit
hat uns Christus befreit. Frei sein, wer will das nicht. Schon Reinhard
Mey singt in seinem Lied »Über den Wolken« von
dieser Freiheit. Seit dem 11. September wissen wir, dass es auch
dort keine grenzenlose Freiheit mehr gibt. Wir wollen frei sein.
Frei wie ein Adler, der seine Flügel ausbreitet und sich von
der Aerodynamik tragen lässt. Ein wunderschönes Bild,
das nur zu oft von der Werbung verwendet wird. Ein Leben, frei von
Gebundenheiten, frei von Dingen, die uns belasten. Es scheint so,
als hätten wir alles selbst in der Hand. Ein schnelles Auto,
wir können hin, wo wir wollen - ja, wir sind frei! Oder doch
nicht? Ich habe die Antwort für euch: Wir sind frei!!!
Besucher, mit einem Mantel bekleidet, unter
dem er mehrere Ketten trägt. Die Ketten müssen straff
sitzen, damit sie nicht klappern, ruft ganz laut: Du glaubst doch
selber nicht, was du da gerade sagst! Frei sein, du laberst vielleicht
einen Schwachsinn! Dass ich nicht lache!
Der Besucher geht vor auf die Bühne und
steht mit dem Rücken zur Gemeinde. Er öffnet seinen Mantel
und zeigt sich dem Prediger.
Prediger, weicht entsetzt einen Schritt zurück: »Was
ist den mit dir passiert? (deutet dabei auf die Ketten des Besuchers)
Besucher: Ja, du redest von Freiheit. Sieh' mich an, würdest
du das als frei bezeichnen? (Der Besucher dreht sich um und zeigt
sich nun der Gemeinde.) Diese Ketten trage ich seit ewigen Zeiten
mit mir herum. Niemand, aber wirklich niemand, konnte mich bisher
von ihnen befreien. Meine besten Freunde haben sich daran versucht,
Yoga, regelmäßig in die Kirche gehen, nichts, aber wirklich
nichts hat geholfen. Und du, du redest von Freiheit. Ich bin hier,
mach mich frei!
Der Prediger will den Besucher eigentlich los
werden und bittet ihn, auf einem Stuhl Platz zu nehmen und bis zum
Ende seiner Predigt zu warten.
Prediger: Nun komm, ich sehe ja dein Problem.
Lass mich nun meine Predigt zu Ende bringen und dann werde ich mich
um dich kümmern. Da, nimm doch diesen Stuhl.
Der eigentliche Prediger steht nun auf und geht
auf den falschen »Prediger« zu: Hey, Du kannst den armen
Kerl jetzt doch nicht so sitzen lassen. Er kann seine Ketten doch
kaum tragen.
Predigt: Wenn Jesus mein Herz von Gebundenheit
erlöst
In unserer Gemeinde gibt es eine Familie, deren Tochter in der Zwischenzeit
nun über drei Jahre alt ist. Ihre Eltern haben voller Sorge
festgestellt haben, dass die Kleine sich sprachlich nicht so entwickelt,
wie man das von einem Kind in ihrem Alter normalerweise erwartet.
Bei einer gründlichen Untersuchung wurde vor ein paar Wochen
nun Folgendes festgestellt: Auf einem Ohr ist das Mädchen total
taub und auf dem anderen Ohr hört sie nur 70 Prozent.
Die nächste Frage der Eltern war natürlich:
Ja und was kann man medizinisch tun? Die Antwort traf sie hart:
Das zu 30 Prozent geschädigte Ohr kann mit einem Hörgerät
unterstützt werden, aber das andere Ohr ist und bleibt auch
beim heutigen medizinischen Stand »ein hoffnungsloser Fall«.
Noch schlimmer hatte es einen Mann getroffen, von dem wir in der
Bibel lesen:
Evangelium (Mk 7, 31-37):
»Jesu verließ das Gebiet von Tyrus wieder und kam nach
Sidon an den See von Galiläa, mitten in das Gebiet der Dekapolis.
Da brachte man einen Taubstummen zu Jesus und bat ihn, er möge
ihn berühren. Er nahm ihn beiseite, von der Menge weg, legte
ihm die Finger in die Ohren und berührte dann die Zunge des
Mannes mit Speichel; danach blickte er zum Himmel auf, seufzte und
sagte zu dem Taubstummen: Effata!, das heißt: Öffne dich!
Sogleich öffneten sich seine Ohren, seine Zunge wurde von ihrer
Fessel befreit, und er konnte richtig reden. Jesus verbot ihnen,
jemand davon zu erzählen. Doch je mehr er es ihnen verbot,
desto mehr machten sie es bekannt. Außer sich vor Staunen
sagten sie: Er hat alles gut gemacht; er macht, dass die Tauben
hören und die Stummen sprechen.«
1. Gebunden in der Welt
Für uns eine kaum vorstellbare Situation: nichts hören
und nicht fähig, richtig zu sprechen. Rein äußerlich
hatte man dem Mann sein Problem gar nicht angesehen. Er konnte sich
ganz normal bewegen, sah normal aus und sicherlich war er auch in
der Lage, eine Arbeit zu verrichten, aber dennoch lebte er in einer
anderen Welt. Einer Welt, in der es keine Geräusche, keine
Musik, keine Stimmen und keine Unterhaltung gab. Und sicherlich
hatte man auch bei ihm schon alles versucht - und sicherlich war
seine Enttäuschung riesengroß, denn nicht einmal der
Hauptgott der Stadt Sidon - Eschmun - (der Gott der Heilung) war
in der Lage gewesen, seine Situation zu verändern. So war der
Taubstumme tatsächlich von seiner Umwelt abgeschnitten. Das
ist auch die wörtliche Übersetzung von »taub«
aus dem Griechischen. Auch wenn dieser Mann nicht im Gefängnis
saß und nicht mit einer eisernen Kette festgebunden war, so
war er doch in einer anderen Weise gebunden und nicht frei. Er war
gebunden in seiner Krankheit, war zum Außenseiter abgestempelt,
der nicht am Gemeinschaftsleben der anderen teilnehmen konnte. Geht
es nicht ganz arg vielen Menschen so wie diesem Mann?
Sie können durchaus ihre Frau bzw. ihren
Mann im Berufsleben stehen. Mit ihren Händen können sie
viel tun, aber die Kommunikation zu Gott ist absolut gestört.
Sowohl das Hören, als auch das Reden funktioniert nicht. Sie
nehmen durchaus Dinge über ihre Augen wahr - sie sehen, dass
bei anderen eine Zufriedenheit und eine Liebe im Leben da ist, aber
sie selbst können sie nicht erfahren. Eventuell ist man sogar
neidisch auf diejenigen, die auf diese Weise mit Gott Erfahrungen
machen.
Für uns heute: Es gibt viele Menschen,
die »taub« sind, was das Reden Gottes angeht. Von Geburt
an: Sie kennen Gott nicht persönlich, wurden ihm nie vorgestellt
und haben deswegen auch keinen persönlichen Kontakt, keine
persönliche Beziehung zu ihm. Nachträglicher Hörschaden:
Sie sind abgestumpft - zum einen Ohr rein und zum anderen wieder
raus.
So war es auch bei einem der reichsten Männer
dieser Erde: »...als junger Mensch war er stark und unverwüstlich.
Als Geschäftsmann trieb er sich gnadenlos zu Höchstleistungen
an. Mit 33 Jahren hatte er die erste Million Dollar verdient. Jede
Sekunde seines Lebens widmete er seinen Geschäften. Krankhafter
Ehrgeiz trieb in zu ungewöhnlichen Leistungen an. Mit 43 Jahren
beherrschte er das größte Geschäftsunternehmen der
Erde, und mit 53 Jahren war er der reichste Mann und erste Dollarmilliardär.
Aber seinen Erfolg hatte er mit seiner Gesundheit und Lebensfreude
bezahlt. Er wurde schwer krank. Er verdiente zwar eine Million Dollar
in der Woche, aber er sah aus wie eine Mumie. Er war einsam und
verhasst, ruhelos und todkrank. Er konnte nur noch Zwieback und
Milch schlürfen. Sein ausgemergelter Körper und seine
ruhelose Seele boten ein Jammerbild menschlicher Existenz. Die Zeitungen
hatten schon seinen Nachruf gedruckt und niemand gab diesem Mann
noch eine große Lebenschance...« Trotz seiner körperlichen
Behinderung hatte dieser Mann im Evangelium etwas, wofür man
ihn beneiden könnte: gute Freunde! Freunde, die bereit waren,
sich für ihn einzusetzen.
2. Gebracht von Freunden
»Da brachte man einen Taubstummen zu Jesus und bat ihn, er
möge ihn berühren.« (Mk 7, 32)
Ob dieser Taubstumme schon etwas von Jesus gesehen
hatte - es wird nichts berichtet. Was berichtet wird ist, dass die
Freunde...
- ihn zu Jesus bringen: Sie mussten wissen,
wer Jesus war, wo er war, was er konnte. Sie mussten bereit sein,
mit zu Jesus zu gehen.
- Sie baten für ihren kranken Freund. Eventuell
bist du ja heute Abend auch deswegen da, weil ein oder mehrere Freunde
dich hergebracht oder eingeladen haben. Dann hast du in Gottes Augen
richtig gute Freunde.
- Freunde, die wissen, wer Jesus ist und denen
es wichtig ist, dass auch du Bekanntschaft mit Jesus machst.
- Freunde, die wissen, wo man Jesus finden kann.
- Freunde, die wissen, dass Jesus tatsächlich
der Heiland ist, der auch dein Leben »heil« machen kann.
Es kann sein, dass du da mit mir gerade überhaupt
nicht einer Meinung bist und eventuell nur darauf wartest, dass
du aus diesem Gebäude wieder raus kommst, denn du verstehst
gar nichts... Dann möchte ich dir Mut machen! Denn bis zu diesem
Zeitpunkt verstand dieser Taubstumme auch überhaupt ganz und
gar nichts. Der war immer noch gehörlos, und, im wahrsten Sinne
des Wortes, sprachlos! Er hat sich vielleicht auch gewundert und
gefragt, was er da überhaupt soll und wer jetzt dieser Mann
war, der da vor ihm stand,...
Manche von uns haben solche Freunde, denen es
wichtig ist, dass wir mit Jesus »in Berührung«
kommen, etwas, das gleich in unserer Geschichte auch passieren wird.
Andere sagen - ich habe keinen einzigen Freund, der sich so für
mich einsetzt und sich so um mich bemüht.
Stimmt nicht ganz! Gott hat uns solch einen
Freund an die Seite gestellt. Der Heilige Geist bedeutet im Griechischen:
Der Fürsprecher, der uns zur Seite steht, der für uns
einsteht und der uns zu Jesus bringt! »Niemand kann Jesus
den Herrn nennen, außer durch den Heiligen Geist.« (1.
Kor 12, 3)
3. Gelöst durch Jesus
Ganz persönlich: Jesus nimmt ihn aus der Menge heraus und befasst
sich ausschließlich mit ihm. Selbst die Freunde sind zu diesem
Zeitpunkt nicht erwähnt.
Für uns heute: Gott macht keine Massenabfertigung.
Wer aufmerksam in seiner Bibel liest, der wird feststellen, dass
Gott zwar an einer ganzen Welt interessiert ist, aber immer den
Einzelnen sieht und anspricht.
Du magst mit »frommen« Freunden gekommen sein, du magst
eine »fromme« Familie haben, aber deswegen ist bei dir
noch lange nicht alles in Ordnung. Gott will dich ganz persönlich
ansprechen. Vielleicht ist heute Abend der Zeitpunkt, wo Jesus dich
zur Seite nimmt und unter vier Augen mit dir sprechen möchte.
Ganz direkt: »Jesus legte ihm die Finger
in die Ohren und berührte dann die Zunge des Mannes mit Speichel...«
Zuerst rümpft man vielleicht angewidert
die Nase. Aber was tut Jesus eigentlich hier? Er kommuniziert mit
dem Taubstummen... und zwar so, wie dieser es verstehen kann - durch
Berührung. Er legt den Finger direkt auf das Problem, nämlich
Ohren und Zunge... und ER kann es lösen!
Für uns heute: Gott möchte dich dort
abholen, wo du gerade bist, mit dem Problem, das du gerade mit dir
herumträgst und mit den Fehlern und Sünden, die dich letztlich
taub machen für Gott. Um Jesus zu begegnen, muss man nicht
zuerst bestimmte Kriterien erfüllen, sondern so wie es einmal
in einem Lied heißt: »Jesus, zu dir kann ich so kommen
wie ich bin, du hast gesagt, dass jeder kommen darf. Ich muss dir
nicht erst beweisen, dass ich besser werden kann...«
Wir können gerade so zu ihm kommen, wie
wir sind - mit all dem Müll, Schmutz, der Schuld, die an uns
klebt. Jesus sieht dich heute Abend. ER kennt deine Probleme und
Schwierigkeiten ganz genau. Er kennt vor allem das größte
Problem, das dich taub und stumm macht für Gott - die Sünde
in deinem Leben. Er möchte sie nicht schönreden oder einfach
unter den Teppich kehren. Er will sie auch nicht herunterspielen
und dich vertrösten - nein, ER will dir deine Sünden wegnehmen
und dir einen neuen Anfang schenken. Er will dir ein neues Leben
schenken. Darum heißt es auch im oben zitierten Lied in der
dritten Strophe: »Jesus, bei dir muss ich nicht bleiben wie
ich bin. Nimm fort, was mich und andere zerstört. Einen Menschen
willst du aus mir machen, wie er dir gefällt, der ein Brief
von deiner Hand ist, voller Liebe für die Welt...«
Wer tatsächlich Veränderung, Heilung
seines Lebens wünscht, der darf auch heute noch zu Jesus kommen.
4. Ganz alleine Gott
»... danach blickte er zum Himmel auf, seufzte und sagte zu
dem Taubstummen: Effata!, das heißt: Öffne dich!«
Es ist Jesus wichtig, dass diese Heilung nicht
»Menschenwerk« sondern alleine Gottes Tun ist. Darum
richtet er den Blick nach oben, bevor er dann diesen Befehl: »Effata!
Öffne dich!« ausspricht. Wer nicht an einer »Restauration«,
sondern an einer Erneuerung seines Lebens interessiert ist, für
den gibt es nur eine »Anlaufstelle«: Gott selbst.
»Ist jemand in Christus, so ist er eine
neue Kreatur. Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.«
(2. Kor 5, 17) Ganz neu!
Zurück zum Text: »Sogleich öffneten
sich seine Ohren, seine Zunge wurde von ihrer Fessel befreit, und
er konnte richtig reden.«
Wenn Jesus spricht, dann geschieht tatsächlich Veränderung.
Da wird Totgeglaubtes lebendig und unlösbare Fesseln werden
gelöst. Der Mann ist plötzlich in der Lage, seine Mitmenschen
und seine Umwelt wahrzunehmen und sich selbst auch mitzuteilen.
Für diesen einst taubstummen Mann beginnt ein »neues
Leben«.
5. Rückblick
Erinnerst du dich noch an die Geschichte von dem Mann, dem sein
Reichtum und sein Ehrgeiz »Fesseln« angelegt hatten
und der auf dem besten Wege war, daran kaputt zu gehen? Ich lese
nochmals die letzten Zeilen:
»...die Zeitungen hatten seinen Nachruf
schon gedruckt, und niemand gab Rockefeller noch eine Lebenschance.
In langen, schlaflosen Nächten kam Rockefeller dann aber zur
Besinnung. Er dachte an die Unsinnigkeit, Geld aufzuhäufen
und selber daran kaputtzugehen. So entschloss er sich, sein Vermögen
gegen die Nöte der Erde einzusetzen. Er gründete die berühmten
Rockefellerstiftungen. Sein Geld ging in alle Teile der Erde und
erreichte Universitäten, Krankenhäuser und Missionsgesellschaften.
Seine Millionen waren für die ganze Menschheit ein Segen. Sie
halfen mit, das Penicillin zu entdecken und Malaria und Tuberkulose,
Diphtherie und andere Krankheiten zu besiegen. Armut, Hunger und
Ungewissheit wurden mit seinem Geld bekämpft. Ganze Bücher
müssten geschrieben werden, um die Segnungen seines Geldes
zu schildern. Und dann geschah das Wunder. Rockefeller konnte wieder
schlafen. Bitterkeit, Egoismus, Groll und Hass wichen aus seinem
Herzen und machten der Liebe und Dankbarkeit Platz. Er wurde gesund
und konnte wieder Freude am Leben erfahren. Ein kalter, harter Mann
verwandelte sich in Liebe und Wärme und blühte auf zu
einem erfüllten Leben. Er wurde 98 Jahre alt.«
So wie bei John Rockefeller die Liebe sein Leben
von der Gebundenheit des Geldes und des Geizes löste, und bei
dem Taubstummen die Liebe Gottes dessen gebundene Zunge und sein
Gehör frei machte, so kann und will Gott auch dein Herz von
Gebundenheit lösen. Wer heute Abend bemerkt hat, dass sein
Herz an Verkehrtes gebunden ist, und er möchte tatsächlich
frei davon werden und ganz neu beginnen, für den besteht diese
Möglichkeit. Gottes Wort ist dafür der Garant. Es heißt
in Offenbarung 3, 20: »Ich stehe vor der Tür und klopfe
an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei
dem werde ich eintreten, und wir werden Mahl halten, ich mit ihm
und er mit mir.«
Lobpreis
Im Anschluss an die Predigt folgt eine längere Lobpreiszeit,
während der es die Möglichkeit gibt, Anliegen, Gebete,
Dinge, die man Gott abgeben möchte, in die sogenannte »Sündentonne«
zu werfen. Die Zettel und Gegenstände in dieser Tonne werden
nach dem Gottesdienst verbrannt. Außerdem stehen Gebetsteams
bereit, die gerne für Einzelne beten und sie segnen.
Tanz (von Dance2Praise)
Vaterunser/Lied: »Bist zu uns wie ein Vater« (Christoph
Zehender/ Hans-Werner Scharnowski)
Segen
Lied: »In the kingdom« (Whitecross)
»In the kingdom« von Whitecross hat sich inzwischen
zu einem regelrechten Markenzeichen des Gottesdienstes entwickelt.
Give-away:
Am Ausgang erhalten alle Besucher als kleines Give-away ein Kettenglied
mit einem der drei Bibelverse (2. Kor 3, 17; Joh 8, 32; Joh 8, 36),
um einen geistlichen Input mit nach Hause nehmen und sich später
anhand des Kettengliedes wieder an den Gottesdienst und die Predigt
erinnern zu können. Der Vers wurde auf qualitativ hochwertigem,
rotem Papier (160 g) ausgedruckt, gerollt und ins Kettenglied gesteckt.
Alternativ bietet es sich an, aus Kostengründen anstatt der
Kettenglieder Sprengringe zu verwenden.
Reden im Gemeindehaus:
Das Gemeindehaus, in dem die Party dann in gemütlicher Bistro-Atmosphäre
weitergeht, wird zum Thema passend dekoriert. Neben Getränken
werden kleine Snacks und Knabbereien angeboten. Um das Thema in
diesem lockeren Rahmen nicht gleich wieder aus den Augen zu verlieren,
wird noch ein Preisrätsel veranstaltet. Hierbei müssen
die Besucher die Anzahl der Kettenglieder an einer Kette schätzen.
Wir als Mitarbeiter versuchen in dieser Zeit, in Kontakt mit den
Gottesdienstbesuchern zu kommen, um interessierte Besucher in unsere
Hauskreise einzuladen oder einfach Kontakt zu anderen Jugendgruppen
oder -kreisen zu bekommen.
Anmerkungen:
Die Church Party ist grundsätzlich für bereits entschiedene
Christen konzipiert, wird aber auch von Kirchenfernen gerne besucht.
Soweit wie möglich, versuchen wir zu jeder Church Party einen
Prediger von außerhalb einzuladen, um neue Impulse für
unser Gemeindeleben zu bekommen. Während des Gottesdienstes
wird auf verschiedene Weise versucht, das Thema des Abends zu beleuchten.
Dies erfolgt beispielsweise durch den Videoclip von R. Kelly zu
dessen Lied »The storm is over« oder durch das Anspiel
vor der Predigt. Der Besucher soll verschiedene Möglichkeiten
haben, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und damit seinen
eigenen Zugang zu finden.
Kontakt:
Evangelische Jugend Hilpoltstein
Mario Gersler, Badstraße 8, 91161 Hilpoltstein
Telefon 09174/2199
| Diesen Jugendgottesdienst-Komplettentwurf
und weitere findet ihr in: |
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Timo Rieg (Hrsg.)
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Ob "Mitternachtsandacht", "Jesus Birthday Party",
"C-Online-Gottesdienst", "Osternachtsfeier mit
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