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»Osternachtfeier
mit allen Sinnen«
Ein Jugendgottesdienst in Wiesbaden
»Kontakt mit meinem Handy!«
Ein Jugendgottesdienst in Schornsheim-Udenheim
Vorbemerkung:
Für Jugendliche ist das Handy ein wichtiges Requisit. Jederzeit
erreichbar sein und Kontakt aufnehmen können bedeutet: dazu
gehören und nicht ausgeschlossen sein. Sich über SMS verständigen
ist eine selbstverständliche Kommunikationsmöglichkeit
unter Jugendlichen geworden. Das Thema trifft den Nerv der Jugendlichen.
Über den »aktualisierten« Dialog von Vater und
Tochter nach Lukas 15 wird ein religiöser Bezug hergestellt.
Übersicht:
Instrumental
Begrüssung mit Handy
Lied: »Der liebe Gott«
Text: »Handy me«
Aktion/ Lied: »Feel the Love«
Gebet (Psalm 23, Psalm 130)
Lied: »Lebenslust«
Anspiel 1: Netzverbindung
Lied: »Ich habe einen Traum«
Anspiel 2: Handy-Gespräch (nach Lk 15)
Lied: »Handymänner-Blues«
SMS an Gott schreiben
Vaterunser
Lied: »Wahrheit«
Handy-Segen
Instrumental
Material:
Ein Wollknäuel für Anspiel 1;eine Pappkartonfläche
(3m x 3m) für Anspiel 1; Stecknadeln mit großen Köpfen,
um das Wollknäuelnetz auf der Pappe zu befestigen für
Anspiel 1; drei Handys für Begrüßung und Anspiel
2; zwei Plakatstellwände (ca. 2m x 2m); farbige Karten (DinA6)
und Stifte für »Wozu ist mein Handy gut?«; Karten,
in die ein Handy-Display einkopiert ist, und Stifte zum Fürbitten
Schreiben; Liedblätter mit den Liedern zum Mitsingen
Ablauf:
Instrumental (Band)
Begrüssung mit Handy:
Sprecher: Hallo, ich begrüße euch zu unserem Jugendgottesdienst...
Handy klingelt. Sprecher geht dran!
Ja! Ach, du bist es. Er meint Gott. - Wir sind gerade mitten im
Gottesdienst. - Ob du darin vorkommst?! Aber ganz bestimmt. - Soll
ich etwas ausrichten? Gott sagt Ja - Mach' ich, klar doch ... Lasst
uns diesen Gottesdienst feiern im Gedanken, dass Gott mit uns über
unser Handy verbunden ist.
Lied: »Der liebe Gott«
Text: »Handy me« (angelehnt an:
Martin Thull: Formel 1 für junge Christen, Styria Verlag)
»1. Gefahr im Vollzug? Hilfe nötig?
Ruf an! Rettung per Handy. Notruf. Polizei oder Feuerwehr. Stets
einsatzbereit. Ruf doch mal an.
2. Kein Ausweg mehr? Völlig am Ende?
Ruf an! Hilfe per Handy. Seelsorge. Geschulte Berater. Jederzeit
ansprechbar. Ruf doch mal an.
3. Sorgen oder Kummer? Ängste oder Nöte?
Ruf an! Trost per Handy. Freunde. Ein lieber Mensch. Immer erreichbar.
Ruf doch mal an.
4. Zweifel im Glauben? Fragen an Gott?
Ruf an! Evangelium per Handy. Dein Gott. Rund um die Uhr für
dich da. Ruf doch mal an.
5. Lächerlich?
Gott steht nicht im Telefonbuch? Mag sein. Vielleicht hat er ein
anderes Telefonbuch. Vielleicht erreichst du ihn auch ohne Wähltasten
und Sprechmuschel. Vielleicht gibt's einen anderen Draht zu ihm.
Ruf doch mal an.«
Aktion/Lied: »Feel the Love«
Eine Wand ist im Altarraum installiert. Jugendliche, die im Gottesdienst
anwesend sind, schreiben auf Karten, wozu sie ihr Handy am ehesten
benutzen, gebrauchen. Diese Karten werden an die Wand geheftet.
Zum Schluss werden die Kartentexte von zwei, drei Mitarbeitern vorgelesen.
Gebete (Psalm 23, 130 modern):
»Der Herr ist mein Handy, ich werde niemals einsam sein.
Er garantiert mir allezeit Empfangsbereitschaft und lässt mich
im Netz geborgen sein.
Er erfreut mich mit SMS-Nachrichten.
Er lässt meine Botschaften hundertprozentig ankommen.
Auch wenn ich schon ohne Empfang gewesen bin, fürchte ich keine
Funkstille.
Denn du bist bei mir, deine Verbindung ist mir gewiss.
Du schenkst mir Beziehung, auch wenn ich von fremden Menschen umgeben
bin.
Du lässt mich freudig strahlen und gibst mir ein zufriedenes
Herz.
Empfang und Verbindung werden mein Leben begleiten
und ich werde von dir gehört rund um die Uhr.«
»Mit meinem Handy rufe ich, Herr, zu dir.
Herr, höre meinen Piepston.
Lass deine Ohren auf Empfang stehen und meine Botschaft empfangen.
Wenn du, Herr, Gebühren anrechnen willst, wer kann die dann
noch bezahlen?
Denn ein Anruf bei dir ist gebührenfrei.
Ich nehme Verbindung auf, meine Seele sehnt sich nach deinem Wort.
Mein Inneres wartet auf Antwort, mehr als die Nacht auf den Tag.
Denn bei dem Herrn ist Empfang und Kommunikation, die heilt.
Und er wird uns Verbindung schenken,
die glücklich macht.«
Lied: »Lebenslust«
Anspiel 1: Netzverbindung
Eine Anspielgruppe (ca. 8-12 Personen) sitzt im Kreis vorne. Einer
hat ein Wollknäuel in der Hand und beginnt, es einem anderen
zuzuwerfen. Dabei sagt er der betreffenden Person etwas Positives,
z.B. »Ich bewundere an dir, dass du so gut zuhören kannst.«
Oder: »Mir gefällt an dir, dass du immer lächelst.«
Oder: »In deiner Nähe fühle ich mich wohl.«
Oder: »Du bist immer so locker.« Oder: »Wie du
dich kleidest, gefällt mir.« Oder: »Mit dir kann
man sich gut unterhalten.« Oder: »Du bist nie schlecht
gelaunt.« Am Ende kommt durch das hin- und hergeworfene Wollknäuel
eine »Netzverknüpfung« heraus. Diese »Netzverknüpfung«
kann man auf eine auf dem Boden liegende Pappe mit Stecknadeln/Wanzen
aufkleben und dann senkrecht, damit sie für alle sichtbar wird,
neben dem Altar aufstellen.
Lied: »Ich habe einen Traum«
Anspiel 2: Handy-Gespräch (nach Lk 15,
11-32)
Verlorene Tochter, Auszug aus dem Elternhaus
Es war einmal ein Vater. Er hatte zwei Töchter.
Die Jüngste meinte: »Wenn du einmal tot bist, kriegen
meine Schwester und ich jeder die Hälfte von dem, was dir gehört.
Kann ich nicht schon jetzt bekommen, was mir zusteht?« Der
Vater fand das in Ordnung. Er sprach: »Was mir gehört,
gehört auch dir.« Die Tochter zog weit fort. In einer
Stadt kam sie an einen Platz. Da wurde Flöte gespielt und die
Leute tanzten. Die junge Frau lud sie alle ein zum Trinken und Essen.
Sie hielt sie frei, um Freunde zu gewinnen.
T: Hallo, Vadder.
V: Hallo meine Tochter. Was gibt´s?
T: Stell dir vor, heute kam ich in eine neue
Stadt, in der die Leute auf einem Platz versammelt alle fröhlich
waren und tanzten. Und weil mir dies so gut gefiel, habe ich sie
von meinem geerbten Geld eingeladen. Was sagst du dazu?
V: Aber Tochter. Wie konntest du denn Dein Geld
so ausgeben? Du hättest es doch sparen können!
T: Ich hab´ ja noch was übrig. Außerdem
taten mir die Menschen leid, da sie ja nicht gerade reich waren.
Noch dazu hat es mich glücklich gemacht, so viele Menschen
dankbar und satt zu sehen.
V: Wenn du meinst. Es ist dein Geld, aber ich
- ich hätte das Geld angelegt. Dann hättest du davon in
ein paar Jahren... Tüüt - tüüt -tüüt
Nun begann in diesem Jahr eine schlechte Zeit.
Die Preise stiegen. Die Aktien fielen. Viele wurden arbeitslos und
mussten von Sozialhilfe leben. Die Zahl der Obdachlosen wuchs. Es
war große Unzufriedenheit im Land.
T: Hallo Vadder. Na, wie geht´s Mudder?
V: Hi, meine Süße. Uns geht´s
gut. Bei und gibt es nix Neues. Außer dass Onkel Klaus geheiratet
hat. Gibt´s bei dir was Neues?
T: Daddy, ich muss dir was beichten. Ich bin
schwanger!
V: Was? Du bist schwanger?! Aber wie konnte
denn das passieren? Kannst du dir das überhaupt leisten?!
T: Das ist auch ein Grund, warum ich anrufe.
Die Preise für Kleider und Nahrungsmittel sind heftig angestiegen,
dass ich von der Sozialhilfe nur noch bei Aldi einkaufen kann.
V: Bei uns sind die Preise auch merklich angestiegen.
Aber warum erzählst du mir das?
T: Ich wollte dich bitten, dass du mir noch
etwas Geld zukommen lässt.
V: Wir haben doch selbst kaum noch Geld.
T: Aber wie soll ich denn dein Enkelkind finanzieren?
- Pause Danke, Vadder! Du weißt gar nicht, wie dringlich ich
das Geld brauche. Ich erwarte es bald.
V: Aber ich habe doch gar nicht...
T: Danke vielmals. Mach´s gut. Tschüss...
Tüüt - tüüt -tüüt
Das Geld der jungen Frau war ausgegeben. Sie
konnte jetzt niemanden mehr einladen. Sie hatte auch für sich
selbst nichts mehr. Und von anderen Leuten bekam sie auch nichts.
Die hatten nämlich selbst so wenig. Sie gaben ihr schmutzige
und stinkende Arbeit, die niemand anders tun wollte und die sie
anekelte. Sie musste Treppen putzen und Böden scheuern.
T: Hallo, Dad.
V: Hallo, meine Süße. Du klingst
so betrübt, was ist los?
T: Ich muss dir etwas beichten. Ich habe dir
letzten Monat von den Menschen erzählt, die ich zum Essen und
Trinken eingeladen habe. Heute habe ich auf mein Konto geschaut
und festgestellt, dass doch nichts von dem Erbe übrig geblieben
ist.
V: Und die Stadtbewohner? Die können dich
doch nun mal einladen oder Dir einen Job besorgen.
T: Erstens haben die Einwohner selbst kein Geld
und viele, die ich kenne, auch keinen Job. Zweitens habe ich ja
einen Job, allerdings bekomme ich nicht viel dafür und muss
hart arbeiten.
V: Was arbeitest du denn?
T: Äh, ja, also..., das ist so... Du verstehst
das nicht!
V: Tochter...!!!
T: Ich putze Toiletten und schrubbe Böden.
Sie aber saß da und dachte: Ich bin eigentlich
nichts mehr wert. Ich passe nicht mehr zu Menschen, die so sind
wie mein Vater. Bei meinem Vater könnte ich höchstens
eine unbedeutende und kümmerliche Angestellte sein. Sein Kind
kann ich nicht mehr sein. Aber ich hätte da wenigstens eine
ordentliche Arbeit und zu essen.
T: Hi, Dad, ich bin´s. Deine Süße.
Ich stecke zur Zeit wirklich in Schwierigkeiten.
V: Hallo. Ich habe gerade an dich gedacht. Wie
geht´s dir?
T: Wie gesagt, ich stecke in Schwierigkeiten.
V: Was hast Du denn für Schwierigkeiten?
T: Ich bin pleite und kann meine Tochter, dein
Enkelkind, nicht mehr ernähren. Ich würde gerne zu euch
zurück kommen.
V: Aber du wolltest doch unbedingt weg.
T: Ich weiß. Aber ich schaffe es nicht
mehr alleine. Ich würde gerne in deinem Betrieb arbeiten.
V: Hast du dir das wirklich gut überlegt?
T: Ja! Bitte, lass mich zurück kommen.
V: Okay! Wenn du willst, kannst du gerne zurück
kommen. Du kannst auch bei mir arbeiten. Ich freue mich auf dich.
Und auf deine Tochter, unser Enkelkind. Aber du musst selbst gucken,
wie du heimkommst.
Sie stand auf und machte sich auf den Weg nach
Hause. Mit stinkenden Kleidern, ohne einen Pfennig in der Tasche.
Sie war noch weit weg von ihrem Vater. Sie beeilte sich, lief nur,
hastete und blickte nicht um sich.
Lied: »Handymänner-Blues«
SMS an Gott
Jugendliche Gottesdienstbesucher schreiben auf Karten, die als Handy-Display
gestaltet sind, mit Platz für maximal 160 Zeichen, ihre SMS
an Gott und kleben sie an eine Plakatwand. Die SMS-Texte werden
dann spontan vom Pfarrer oder Mitarbeiter in ein Fürbittengebet
umgesetzt.
Vaterunser
Lied: »Wahrheit«
Handy-Segen:
Möge dein Handy dir allezeit Verbindung ermöglichen, damit
du erreichbar bist für Menschen, die sich dir gerne anvertrauen
möchten, damit du Kontakt aufnehmen kannst mit Menschen, die
dir zuhören und dich ermutigen, damit du im Netz geborgen und
gehalten dein Leben frei gestalten kannst.
Instrumental (Band)
Anmerkungen:
Der Gottesdienst ist zwar von Jugendlichen, aber nicht nur für
Jugendliche gestaltet worden. Auch Eltern, Verwandte, Gemeindeglieder
haben daran teilgenommen. Die Lebenswelt der Jugendlichen wird in
den Gottesdienst hinein transportiert und transparent gemacht. Eine
religiöse Anknüpfung wird versucht, ohne dass diese überbetont
werden soll.
Auf einer Freizeit mit Jugendlichen wurde das
Handy zum Thema gemacht und der Gottesdienst vorbereitet. Leitfragen
bei der Erarbeitung des Themas »Handy« waren:
Brauche ich wirklich ein Handy? Warum und wozu
brauche ich ein Handy? Worauf verzichte ich, um ein Handy zu besitzen?
Was kostet mich ein Handy monatlich? Welche Informationen übermittle
ich mit dem Handy? An wen übermittle ich meine Informationen?
Wie viele SMS verschickst du am Tag? Wie viele SMS erhältst
du am Tag? Netzwerk: Mit wem habe ich Kontakt? Wer hat mit mir Kontakt?
Wer hält mich? Wen brauche ich? Wer sind die wichtigsten Personen
in meinem Leben? Verbindung aufbauen Beziehung - Kontakt - Kommunikation
(biblisch: das Gespräch) Das Netz: Die Möglichkeit der
Verbindung (biblisch: die Gemeinde) Die Ermöglichung: unsichtbare
Technik (biblisch: der Glaube) Erreichbarkeit (Freiheit) - Überwachung
(Abhängigkeit) »The person you´ve called is temporarely
not available!« Gott: Wie kann ich mit Gott in Kontakt kommen?
Gebete als SMS an Gott? Losungen (Bibelsprüche) als tägliche
SMS von Gott?
Alle beigelegten Lieder sind Eigenkompositionen von Pfarrer Kurt
Rainer Klein für die Band »Kokon«! Sie können
von einer Band einstudiert und dargeboten werden. Die Noten gibt
es unter www.jugendgottesdienst.com
Der liebe Gott
Als kleinem Kind, da sagte man mir:
Der liebe Gott im Himmel schaut herab zu dir.
Was du auch tust, er sieht dir zu,
weiß alles ganz genau und lässt dir keine Ruh.
Viel später dann erst fiel mir ein:
So kann der liebe Gott nicht sein.
Erdacht, um Menschen Angst zu machen.
Nein, nein, darüber kann ich heut' nur lachen.
Refrain: Hast du es schon gespürt,
wie der Gedanke mich berührt:
Gott ist nur ein Bild, von uns erdacht,
und jeder hat sein eig'nes sich gemacht.
Der Pfarrer sprach es in der Predigt aus:
Es kommt der Tag des Richtens schauerlich und graus.
In dieser Stund ist es zu spät,
die Bösen ins Gericht, da hilft auch kein Gebet.
Nie wieder hab' ich zugehört,
mich hat der Druck enorm empört.
Geschwätz, um Menschen Macht zu zeigen.
Nein, nein, so lass ich mir den Marsch nicht geigen.
Da hab' ich Jesus selbst befragt,
was hat er über Gott, den Vater ausgesagt?
Ich habe dann auch schier gestaunt:
Bei ihm ist Gott barmherzig, gütig, gut gelaunt.
Das Gleichnis vom verlor'nen Sohn
sieht Liebe als gerechten Lohn,
bedingungslos verschenkt im Glauben.
Ja, ja, ich mein, das schmeckt nach süßen Trauben.
Feel the love
Early in the morning when the sun comes out
goin' through the streets noone's feelin' proud.
Smoke on the roofs and pain in the heart
Dreamin' for today and the sky is dark.
Refrain: Just feel the love comin' down the
way.
Time will come so look and pray.
Newspaper's telling lies are always true
readin' 'bout the fire ev'rything is blue.
Seas are frozen and cold in your mind
knowin' better days and I ask what kind.
Fightin' for tomorrow playin' just to win
never lay you down to loose would be sin.
Rain is fallin' and tears in your eyes
believin' in God and the world's soul cries.
Lebenslust
Übern Bildschirm flimmern jede Menge Werbespots,
keine Zeitung ohne Illusionenkotz.
Schöne Welten proklamieren sie.
Jugendlich und fit im Outfit free,
mit Sexappeal, erfolgsverwöhnt.
Die Botschaft in den Ohren dröhnt.
Refrain: Göttertraum - Götzenschaum
Trends vergeh'n immer schneller heut!
Dir gehört die Ewigkeit.
Verkauf dich nicht an die Illusion,
stürz die Götzen von dem Thron.
Die zarteste Versuchung, weil man sich ja sonst
nichts gönnt.
mit dem Geschmack der Freiheit, der das Abenteuer kennt,
damit man auch noch morgen kraftvoll
in den sauren Apfel beißen soll.
Wir machen hier den Weg nun frei
ins Paradies der Träumerei.
Als ich dann auch ausprobiert, was mir versprochen
ward,
begriff ich bald: Das Zarteste ist bitter hart.
Mit Freiheit war's nicht all zu weit her,
Portemonnaie und Glauben zeigten leer.
Der Traum hat sich mir nicht erfüllt,
reines Geschäft war bunt verhüllt.
Ich habe einen Traum
Augenblicke, die verzücken, reden und versteh'n.
Herzen schlagen, Augen fragen, miteinander geh'n.
Da steht die Zeit still, so es denn Gott will.
Wunder werden wahr auf Erden, Liebe bleibt besteh'n.
Refrain: Ja, ich habe wieder einen Traum.
Schmetterlinge fliegen dann im Raum.
Bunte Farben zeigen ihr Gesicht.
Nächte leuchten auf in diesem Licht.
Blinde sehen, Lahme gehen, Tote aufersteh'n.
Arme leben, Reiche geben, hast du das geseh'n.
Heil werden Kranke, sagen Gott: danke.
Taube hören und begehren's Evangelium.
Lachen wagen, Freude tragen, Hosianna he.
Lieder singen, Hoffnung bringen, ohne Ach und Weh.
Heut auf Gott bauen, das ist Vertrauen.
Himmel schenken, vorwärts denken, da wird alles schön.
Handymännerblues
Seit kurzem trag' ich Handy,/ bin allzeit anrufbar.
Very important person,/ das macht mich wunderbar.
Ich sitz' in einer Runde,/ schon piepst mein Handy laut.
Jeder schaut zu mir rüber / ich hab' mich aufgebaut.
Refrain: Das ist der Handymännerblues -
Handymännerblues.
Das ist der Handymännerblues - Blues.
Was keiner wirklich wusste,/ das sag' ich nur
ganz leis':
Am andern Ende quakte/ ein Tonband ohne Scheiß.
Ich fühlte mich so crazy/ mit Handy gleich bereit.
Die andern staunten kräftig,/ ich grinste ganz befreit.
Doch eines Tages staunte/ ich selbst bewegt
wie du.
Mein Handy alarmierte/ mich in der Mittagsruh'.
Die Stimme klang so seltsam,/ es war der liebe Gott.
Er wollte mir nur sagen:/ Schluss mit dem alten Trott.
Jetzt ruft er täglich wieder/ mich übers
Handy an.
Weil er mich sonst ja niemals/ auf dieser Welt erreichen kann.
So ist das mit 'nem Handy,/ der Himmel funkt ins Ohr.
Nun bin ich überirdisch,/ verbunden mit Humor.
Wahrheit
Bunte Bilder - flotte Sprüche - Werbung triumphiert.
Kaufrausch steigern - Sinn heißt Haben - das elektrisiert.
Glaubst du, was man dir aufschwatzt? Hör genauer hin!
Lass dich nicht für dumm verkaufen. Wo bleibt dein Gewinn?
Refrain: Wahrheit lässt sich nicht einkaufen,
sie ist kostenlos.
Immer wieder nach ihr fragen! Unser Durst ist groß.
Einer hat von sich behauptet, Wahrheit selbst zu sein.
Wahrheit, die zum Leben führet, macht uns frei allein.
Kartenlegen - Horoskope - in die Zukunft seh'n.
Aberglaube - New-Age-Fieber - an dem Pendel dreh'n.
Aufgeklärtes Menschenkind, wo bleibt dein Verstand?
Geistern, die wohl nach dir rufen, reiche keine Hand.
Pillen - Pullen - Aufputschbrause - vino veritas.
Tranquilizer - Muntermacher - nichts geht ohne Gas.
Willst du dich denn ganz vergessen? Was hat dich erbost?
Sieh den Dingen in die Augen! Drogen sind kein Trost!
Fanatismus - Götzenglaube - Angst regiert
die Welt.
Sektengurus - Gehirnwäsche - nur die Nummer zählt.
Jesu Jünger haben Freiheit! Lies die Bibel heut!
Gott sucht keine Hampelmänner. Leben hat auch Freud'!
Kontakt:
Pfr. Kurt Rainer Klein
Pfaffenwaldstraße 21
55288 Schornsheim
Telefon 06732/3367
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