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»I love you«
Ein Jugendgottesdienst der Dreieinigkeitskirche in Hof



Übersicht:

Musik

Glockenläuten

Begrüssung

Gebet

Lied: »All my loving«

Lesung: Joh 20, 11ff

Lied: »Sailing«

Anspiel

Ansprache

Lied: »Wir wollen aufstehen«

Aktion: Liebesbriefe schreiben

Gebet

Vaterunser

Segen

Lied: »Marmor, Stein und Eisen bricht«
Vorbereitung:
Präparation der Sitzplätze für die Freiwilligen; Zettel, Stifte; Musik-CDs


Ablauf:

Musik (aktuell-weltliches)

Glockenläuten

Begrüssung:
»I love you - ich liebe dich«, sagen wir zu einem Menschen, den wir sehr gerne mögen; zu einer Freundin, einem Freund. Doch bis wir sagen, ich liebe dich, ist es manchmal ein harter Weg. Oft trauen wir uns nicht. Und viele Menschen bleiben darum allein. Heute kommen wir einmal mit diesem Gedanken zu Gott. Mal sehen und hören, was er dazu zu sagen hat.

Gebet:
Lieber Gott, wir sind hier zusammengekommen, um Antworten auf unsere Fragen zu bekommen. Heute fragen wir nach Liebe und Freundschaft. Sie fallen uns nicht immer leicht, aber wir versuchen miteinander auszukommen. Kannst du uns helfen? Amen.

Lied: »All my loving« (Beatles)

Lesung (Joh 20, 11ff):
»Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, schaute sie in das Grab und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häupten und den andern zu den Füßen, wo sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten. Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, dass es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast; dann will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister! Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala geht und verkündigt den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen, und das hat er zu mir gesagt.«

Lied: »Sailing«

Anspiel:
Sprecher 1: Der erste Schritt einer Freundschaft ist der schwerste; viele von euch bleiben allein, weil sie den ersten Schritt nicht wagen, Angst davor haben. Wie ein erster Schritt aussehen kann, zeigen wir euch jetzt.

Sprecher 2: Einem anderen zu sagen, ich mag dich, ist eine ganz schwierige Sache: Wie fange ich es an? Jeder macht es auf seine ganz persönliche Weise. Wir haben uns drei typische Szenen ausgedacht, die wir darstellen wollen: Von euch dreien sind je zwei Tonfiguren und einer der Künstler. Der Künstler bekommt von mir ein Thema und soll nun seine zwei Tonfiguren zu diesem Thema formen. Es folgt eine Demonstration an einem Teilnehmer, dann jeweils drei Gruppen: der Künstler sowie ein Junge, ein Mädchen.

In der Tanzschule - »Die Schüchterne« (die freiwilligen Statuen werden geformt, anschließend interviewt): Was machst du? Wie geht es dir?

Sprecher (Verkündigung): Manchmal sind wir sehr schüchtern. Uns wird heiß und kalt bei dem Gedanken, der andere könnte merken, dass wir ihn mögen. Wir trauen uns fast nicht heran. Manchmal lassen wir es mutlos.

Im Kino - »Der Lustige« (die freiwilligen Statuen werden geformt, anschließend interviewt): Was machst du? Wie geht es dir.

Sprecher (Verkündigung): Manchmal sind wir lustig drauf, locker, dann machen wir das, was uns Spaß macht, manchmal auch ein bisschen viel, vielleicht ein gutes Versteck für unsere Gefühle.

Am Strand - »Der Draufgänger« (die freiwilligen Statuen werden geformt, anschließend interviewt): Was machst du? Wie geht es dir?

Sprecher (Verkündigung): Manchmal denken wir nicht lange nach, dann gehen wir einfach drauf zu, jetzt muss es sein, egal was der andere denkt. Eigentlich fragen wir nicht danach.

Ansprache:
Jesus macht uns Mut, aufeinander zuzugehen. Dem anderen sagen, »Ich mag dich« oder »Ich liebe dich«, ist eine sehr schwierige Sache. Am schlimmsten ist es, zurückgewiesen zu werden, einen Korb zu bekommen. Aus Angst davor bleiben viele Menschen allein.
Jesus hatte keine Frau und keine Freundin; warum, das wissen wir nicht. Ganz sicher wissen wir aber, dass er Freundschaft und Liebe nie abgelehnt hat, im Gegenteil. Das ist mein höchstes Gebot, sagte er, dass ihr Gott liebt und dass ihr einander liebt. Und die Liebe ist der größte Schatz, den wir haben. Er selbst hat den Menschen so viel Liebe gegeben. Wenn wir ihn heute um Rat fragen, wie wir einander begegnen sollen, was wir machen sollen und ob wir es überhaupt wagen sollen, unsere Liebe einem anderen zu zeigen, dann macht er uns Mut. Wäre er hier, er würde sich freuen, über deine Liebe, er würde dich ermuntern, sagen, sei mutig, und behalte es nicht für dich. Zeige deine Liebe, wenn du sie ehrlich fühlst. Sei dabei behutsam und achtsam mit dem anderen. Und wenn du in Nöten bist, dann rufe mich, ich werde dir helfen. Denk daran: Niemand kann dich für deine Liebe verlachen, denn ich bin der Gott der Liebe - sie ist das Größte und Erhabendste, das ich euch gegeben habe. Sie macht dich groß. Das zu hören tut gut, das gibt uns einen Ruck, einen Schritt zu wagen, den wir noch nicht gewagt haben. Gott wird uns dabei helfen.

Lied: »Wir wollen aufstehen« (in: Music-Box)

Aktion: Liebesbriefe schreiben
Unser Gebet soll heute ein bisschen anders aussehen. Es soll ein Satz sein, den wir jemandem sagen möchten, den wir sehr lieb haben. Diesen Satz schreiben wir auf einen Zettel.
Die Zettel werden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern geschrieben, ausgetauscht und - in Auswahl - vorgelesen.

Gebet

Vaterunser

Segen

Lied: »Marmor, Stein und Eisen bricht.«

Anmerkungen:
Grundlegendes Konzept: Der Gottesdienst soll in seiner Vorbereitung und Durchführung zeitökonomisch, lebensnah, aktiv sein! Das Thema wählt die Gruppe (8 Jugendliche im Alter von 14 - 16 Jahren). Die Vertraulichkeit untereinander, sowie die Routine des jungen Teams sind gewachsen. Das sensible Thema »Freundschaft und Liebe« steht im Raum: Einige von ihnen sehnen sich nach einem/r ersten Partner/in.

1. Treffen: Gemeinsam, mittels Brainstorming, stellen wir fest: Der erste Schritt ist gerade »dran«, aber er ist nicht einfach, es gibt Hemmungen, Scham und Ängste zu versagen. Jesus liebte die Menschen und zeigte es ihnen. Er ermutigt uns, einander Liebe zu zeigen (Doppelgebot der Liebe); für sie brauchen wir uns nicht zu schämen, im Gegenteil, sie macht uns groß. Wir teilen uns auf: Gruppe1 - sammelt dazu Lieder, die ihnen spontan einfallen und erstellt ein schlichtes Liedblatt, denkt nach über CDs, die gerade »in« sind. Gruppe 2 - denkt nach über passende Zutaten von zu Hause zur Raumgestaltung (ein auf Overheadfolie gemaltes Pärchen, viele Herzen, große rote Tücher, rote Kerzen...). Ich kümmere mich um das Eingangsgebet und die Andacht. Mit selbstgeschriebenen Fürbitten und spontanem Anspiel soll die »Gemeinde« aus den Kirchenbänken gelockt werden.
2. Treffen: Die Anspielgruppe durchdenkt das Anspiel der Gemeinde (Themen, Ablauf, Hilfestellungen). Der Kirchenraum wird zwei Stunden vor dem Gottesdienst von der Raumgestaltungsgruppe geschmückt, zwei Väter begleiten die Lieder mit Gitarre.

Kontakt:
Evangelisch-lutherische Dreieinigkeitskirche
Pfarrerin Stefani Adel
Ludwig-Uhland-Str. 11
95032 Hof
Telefon 09281 / 850 90 07
Fax 09281 / 795413
stefani.adel@dreieinigkeit-hof.de

Diesen Jugendgottesdienst-Komplettentwurf und weitere findet ihr in:
Timo Rieg (Hrsg.)
Jugendgottesdienst Powerpack
40 Komplettentwürfe für die Gestaltung von Gottesdiensten, Andachten und Events mit Jugendlichen

Ob "Mitternachtsandacht", "Jesus Birthday Party", "C-Online-Gottesdienst", "Osternachtsfeier mit allen Sinnen" oder "I love you-Gottesdienst" - das Powerpack stellt 40 innovative Komplettentwürfe mit Gebeten, Predigten und "Szene-Spielen" für die Gottesdienstgestaltung mit Jugendlichen zusammen.
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