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»Geschichten aus
dem Königshaus«
»Stuttgarter JUGO« der Ev. Allianz im Kultur- und Kongresszentrum
Liederhalle
Übersicht:
Vorprogramm mit SingTeam
Stille
Opener
Begrüssung
Gemeinsames Lied
Psalm 27
Chorblock
Interview mit Überraschungsgast
Gemeinsames Lied: »Your Love is Amazing«
Opfervorstellung
Choral: »Jesus ist kommen«
Predigt
Gemeinsames Lied: »Lebe du durch mich«
Gebet und Vaterunser
Closer
Infos und Segen
Segenslied: »Weites Land«
Ablauf:
Vorprogramm mit SingTeam
Stille
Opener (CVJM-Landeschor & Jamie Rankin)
Begrüssung
Gemeinsames Lied
Psalm 27
Chorblock (CVJM-Landeschor & Jamie Rankin)
Interview mit Überraschungsgast
Gemeinsames Lied: »Your Love is Amazing«
Opfervorstellung
Choral: »Jesus ist kommen«
Predigt:
Geschichten aus dem Königshaus, cool! Viele saßen ja
vor der Kiste, als der holländische Prinz vor zwei Wochen seine
Angebetete in Amsterdam heiratete. Die Mädels schmachteten
hingebungsvoll mit Maxima, als ihr zum Beispiel die Tränen
über die Wangen liefen bei der erhebenden Zeremonie in der
Kathedrale. Die Jungs litten voll Schrecken mit Willem Alexander,
als zum Beispiel der Ring nicht auf den Finger der Braut passen
wollte. Geschichten aus dem Königshaus und wir mittendrin,
mit Leib und Seele dabei! Weil's Geschichten sind, mit denen wir
uns auf eigenartige Weise identifizieren.
Geschichten aus dem Königshaus, interessant!
Viele blätterten gebannt in den Illustrierten, ich weiß,
nur in der Wartezeit beim Frisör, um sich die Story von Prinzessin
Margret noch einmal zu Gemüte zu führen. Die einst so
nette Königstochter, voller Ausstrahlung und Schönheit,
und dann wurde ihre Schwester Queen und sie spielte nur noch die
dritte Geige, und dann durfte sie ihren Auserwählten nicht
heiraten und bekam statt dessen einen anderen auf dem Tablett serviert.
Und später die Abstürze, wilde Feten und Affären.
Ich kann mir den Erfolg von Magazinen und TV-Sendungen über
Königshäuser wie das englische nur dadurch erklären,
dass wir uns so gerne mit den Leuten aus den Königshäusern
identifizieren. Mittendrin, mit Leib und Seele dabei. Dies ist die
biblische Geschichte aus dem Haus des Königs David. Dies ist
die Geschichte des Königssohnes Abschalom. Mit dieser Geschichte
kannst du dich auch identifizieren, das kann ich dir sagen!
Abschalom - der Name ist Programm? Von wegen!
Im Namen Abschalom ist das Wort Schalom. Friede! Aber bei Abschalom
war kein Friede. Streit in der Familie brach aus, ein Streit auf
Leben und Tod. Abschalom hasste seinen Bruder bis aufs Blut. Denn
der Bruder hatte mit seiner Halbschwester geschlafen, hatte sie
halb vergewaltigt - und sie danach weggeworfen wie Abfall. Abschalom
kochte vor Wut, als ihm die Halbschwester diese Untat erzählte
und fand nur noch den Ausdruck Abschaum für seinen Bruder.
Rache, Rache, er schrie nach brutaler Rache. Nach zwei Jahren schlug
er zu. Bei einem Fest ließ er den Bruder totschlagen. Gnadenlos.
Dass er sich danach nicht mehr unter die Augen des Königs traute
und auf die Gnade des Vaters baute, ist wohl klar. Jahrelang zog
er sich zurück.
Du bist Königstochter. Du bist Königssohn.
Du bist ein Royal! Der, von dem du kommst, der, zu dem du gehörst,
ist natürlich nicht David. Der, von dem du kommst, der, zu
dem du gehörst, ist viel mehr, ist ein Anderer, ist der Davidsohn,
ist der späte und größte Nachkomme des alten Königs,
ist Jesus. Wenn du dich nicht mehr unter seine Augen traust, hat
das womöglich diesen Grund: Du heißt zwar vielleicht
Elfriede oder hörst auf den Namen Friedemann oder meintest
jedenfalls immer, ein Friedensengel zu sein. Aber Namen sind wie
Schall und Rauch. Denn du hast deine Schwester oder du hast deinen
Bruder totgeschlagen. Ist nicht unwahrscheinlich, dass es passiert
ist. Totgeschlagen ist einer nicht erst, wenn er äußerlich
ermordet wurde. Totgeschlagen ist einer schon, wenn du schlecht
über ihn gesprochen hast. Totgeschlagen ist eine schon, wenn
du ihr eine Gemeinheit ins Gesicht geschmettert hast. Wie wird der
Totschlag innerlich verübt? Darauf wusste Martin Luther schon
vor Hunderten von Jahren diese Antwort: »Wenn wir unchristlichen
Zorn, Hass und Rachgier gegen den Nächsten im Herzen tragen,
ihn hochmütig verachten und missgünstig beneiden, oder
auch lieblos und unbarmherzig mit dem notleidenden Nächsten
kein Mitleid haben, uns seines Unglücks heimlich freuen und
ihm wohl gar noch ein Ärgeres wünschen.« Streiten
wir's doch nicht ab, dass wir in dieser Weise Totschläger sind.
Wir wären ja ein Mini-Milosevic, der vor dem Gericht in Den
Haag auch dauernd abstreitet und der NATO und den Deutschen und
allen anderen, nur sich selbst nicht, die Schuld zuweist. Streiten
wir's doch nicht ab! In Wahrheit sind wir uns ja auch der Schuld
bewusst. Was sich daran zeigt, dass wir uns nicht mehr wirklich
unter die Augen des Davidsohns, dass wir uns nicht mehr wirklich
vor das Gesicht von Jesus trauen. Wir sind lauter Abschaloms, die
Abstand vom König genommen haben.
Abschalom heißt: Mein Vater ist Friede.
War da wirklich Frieden mit dem Vater? Von wegen! Als ob eine Sünde
die nächste gebären will, wurde Abschaloms Herz nicht
wieder geschmeidig und weich für seinen Vater, sondern immer
noch härter und widerspenstiger. Statt dass er umkehrte und
dem Vater um den Hals fiel, ging der Königssohn nach seiner
Untat am Bruder zu allem Unglück nun auch noch dazu über,
dem König den offenen Kampf anzusagen. Abschalom, der Schöne,
der Große, redete dem Volk schön und machte seine Anhängerschaft
groß. So schön und so groß, dass er schließlich
die Revolution ausrufen konnte und mit seinen Soldaten zur Hauptstadt
Jerusalem ziehen konnte. Vater David blieb nichts anderes übrig,
als Hals über Kopf zu fliehen. Welche Schmach! Umkehrung der
Verhältnisse! Der König als Verfolgter, der Revoluzzer
auf dem Thron! Doch damit nicht genug: Abschalom suchte die vernichtende
Schlacht. Während er seinen Vater umbringen wollte nach dem
Motto: »Macht den Alten alle!« gab David bei seiner
Schlachtdevise aus: Schont Abschalom! Er ist mein Sohn! Die Schlacht
begann, und es kam zur Entscheidung. Abschalom kam um im Kampf.
Schnell wurde die triumphale Botschaft zu David gebracht. Als der
Vater aber vom Tod des Jungen hörte, schrie er laut auf, sprang
auf, lief hinaus, weinte und rief: »Beni Abschalom, Beni,
Beni! - Mein Sohn Abschalom, mein Sohn, mein Sohn, Abschalom! Wäre
ich doch für dich gestorben! Abschalom, mein Sohn, mein Sohn!«
Du bist Königstochter. Du bist Königssohn.
Du bist ein Royal! Der, von dem du kommst, der, zu dem du gehörst,
ist nicht David. Der, von dem du kommst, ist viel mehr, ist ein
ganz Anderer: Der, zu dem du gehörst, ist der Davidsohn, ist
der späte Nachkomme des alten Königs, ist Jesus. Und jetzt
stelle dir vor, der Davidsohn Jesus weinte erst recht um dich! Denn
du heißt zwar vielleicht Gottfried oder Theofila, zu deutsch
also Gottesfreundin, aber du wurdest dem Gottessohn Jesus zum Feind
und machtest Krieg mit Gott. Du hast den Jesus aus seinem Haus,
also aus der Welt hinausgeworfen, genau so hinausgeworfen wie der
Abschalom seinen Vater David. Du hast gesagt: »I'm the king
of the world! - Ich bin der König, ich bestimme, was läuft,
was will denn der Mann aus Nazareth, kommt daher und sagt, er sei
Gottes Sohn, na, das ist ja ein starkes Stück, nein, das geht
zu weit, nein, ich lass mich nicht mehr bevormunden!« Damit
wurde die Revolution ausgerufen, und mit der Revolution ein Krieg,
und mit dem Krieg eine Entscheidungsschlacht auf Leben und Tod.
Wer König sein will anstelle des Königs, wer die von Gott
gegebenen Verhältnisse umkehrt, fordert das Urteil des Todes
heraus.
Abschalom musste sterben. Elfriede und Friedemann
müssten sterben. Theofila und Gottfried müssten sterben.
An jedem und jeder von uns müsste das Todesurteil vollstreckt
werden. Aber - aber plötzlich wird das Wort von Jesus laut.
Wo David in seinem Weinen noch sagte: »Mein Kind, wäre
ich doch für dich gestorben! da sagt der Davidsohn Jesus auch
heute und hier hinein in den Beethovensaal: Mein Kind, ich bin an
deiner Stelle gestorben!«
Du bist wie Abschalom, aber es geht dir am Ende
nicht wie Abschalom. Du musst nicht sterben, weil dem Davidsohn
gelang, was dem David nicht gelingen durfte, weil der Davidsohn
sein Leben für dich gelassen hat. Jesus hat um dich geweint
im Garten Getsemane am Ölberg: »Mein Kind, mein Kind,
ich leide für dich! Jesus hat um dich geschrien am Todeskreuz
in Jerusalem: Meine Tochter, mein Sohn, ich sterbe für dich!«
Verstehst du, die Entscheidungsschlacht auf Leben und Tod ging unerwarteter
Weise zu deinen Gunsten aus. Jesus ist wie David, aber er war am
Ende mehr, er war am Ende ein ganz Anderer als David. Er ist der
König der Welt, er ist der König von Himmel und Erde.
Er ist der König sogar über deine Revolution. Nun wirst
du also dafür nicht verurteilt, wirst nicht vernichtet.
Abschalom blieb David immer am Herzen, aber
als Betrauerter, als Verlorener, als Vergessener. Du bleibst Jesus
am Herzen, als fröhlich Bedachter, als Gefundener, als Geretteter.
So kannst du, anders als Abschalom, auf ewig am Leben bleiben. Selbst
wenn du stirbst, wirst du am Leben bleiben. Hast ja den Freispruch
bekommen, hast ja bestätigt bekommen, dass du Gott ewig in
Erinnerung, dass du Gott ewig am Herzen bleibst. So geschieht, was
David nicht geschenkt war: Die Verhältnisse werden wieder in
Ordnung gebracht: Das am Leben gelassene Kind kann wieder versöhnt
unter dem König leben. Du kannst wieder vor Jesus, mit Jesus,
in Jesus leben. Und wie! Wie's der alte Luther gesagt hat: »Auf
dass ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm
diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie
er ist auferstanden vom Tod, lebet und regieret in Ewigkeit, das
ist gewisslich wahr!« Das Kind wird auch offensichtlich wieder
Königskind. Aus Krieg wird Friede. Gottfried - nicht Pfeifendeckel!
Theofila - nicht Pustekuchen! Nein, die Namen werden wirklich zum
Programm!
Menschen können mit Jesus, mit Gott, wieder ins Reine kommen.
Und können, das ist die Folge davon, wieder miteinander ins
Reine kommen, mehr als Waffenstillstand! Elfriede und Friedemann
machen ihren Namen jetzt sichtbar alle Ehre. Der Mensch nicht mehr
des Menschen Wolf und Feind! Kein Bruderkampf mehr, der Andere nicht
mehr der Abschaum, sondern der Nächste, der Hilfe und Liebe
erfährt. Geschichten aus dem Königshaus, cool, interessant!
Genial, weil man sich damit voll identifizieren kann. Mach dir doch
diese Geschichte zu eigen.
Gemeinsames Lied: »Lebe du durch mich«
Gebet und Vaterunser
Closer (CVJM-Landeschor & Jamie Rankin)
Infos und Segen
Segenslied: »Weites Land«
Kontakt:
www.jugo-stuttgart.ead.de
jugo-stuttgart@ead.de
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