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»JesusNight: Alles ist erlaubt«
Ein JesusNight-Jugendgottesdienst in der St. Cyriacus Kirche Kellinghusen




Übersicht:

Begrüssung an der Tür

Warmsingen: »Wind Wind blow on me, rejoice in the Lord«

Gebet

Lied: »Komm folge Jesus«

Ansagen

Lied: »Denn der Geist und die Braut«

Lesung (l. Kor. 6, 12)

Lied: »Sing Haleluja«

Anspiel-Predigt: Alles ist erlaubt

Lied: »When Israel was in Egypt's Land«

Lied: »Let us break bread together«

Abendmahl

Gebet

Friedensgruss

Lied: »Komm, sag es allen weiter«

Meditation

Lied: »Vater unser, Vater im Himmel«

Einsetzungsworte

Austeilung

Dankgebet

Lied: »Der Tag mein Gott«

Segen und Verabschiedung

w Treff
Material:
Dia-Projektor, Liederdias, Kabeltrommel, Material fürs Rollenspiel, Traubensaft, Fladenbrot, Körbe für Fladenbrot, Musik-CDs


Ablauf:

Begrüssung an der Tür

Warmsingen: »Wind, wind blow on me, rejoice in the Lord«

Gebet

Lied: »Komm folge Jesus«

Ansagen
Welche Veranstaltungen finden statt, wer kennt weitere Veranstaltungen, Begrüßung von besonderen Gästen, wozu möchten wir die Kollekte verwenden...

Lied: »Denn der Geist und die Braut«

Lesung (l. Kor 6, 12):
»Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nicht gefangen nehmen. Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichte machen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn, und der Herr dem Leibe. Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind? Sollte ich nun die Glieder Christi nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne! Oder wisst ihr nicht: wer sich an die Hure hängt, der ist ein Leib mit ihr? Denn die Schrift sagt: »Die zwei werden ein Fleisch sein« (Gen 2,24). Wer aber dem Herrn anhängt, der ist ein Geist mit ihm. Flieht die Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, bleiben außerhalb des Leibes; wer aber Hurerei treibt, der sündigt am eigenen Leibe. Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.«

Lied: »Sing Halleluja«

Anspiel-Predigt: Alles ist erlaubt
Reporter (R) der »Blöd-Zeitung« tritt auf und will den Pastor (P) interviewen

R.: Hallo Sie da, Sie sind doch Pastor, was halten Sie von dem Spruch in der Bibel, wo es heißt: »Alles ist erlaubt«, soll ein Paulus gesagt haben!

P.: Nehmen Sie erst mal Ihre Deppen-Kappe ab. Sie befinden sich in einer Kirche!

R.: Steht das auch in der Bibel?

P.: In der Bibel steht viel, wo aber haben Sie den Spruch »Alles ist erlaubt« her?

R.: Das weiß ich von jemandem, der die Bibel genau kennt, zuverlässiger Mann...

P.: Ach ja, genauso wie behauptet wird: Eva hätte von einem Apfel abgebissen; stimmt zwar nicht, aber alles ist ja erlaubt. - Na, Prost Mahlzeit! Und im Himmel ist Jahrmarkt, steht wohl auch in der Bibel, was? »Alles ist erlaubt«, schauen wir mal nach wo das steht: l. Kor. 6, 12. So! Lesen Sie mal laut vor!

R.: l. Kor. 6, 12 wird vorgelesen

P.: Tja, da relativiert sich der Spruch! - Sie sind wohl auch einer von den HaKoFa-Christen?

R.: Was ist das denn für 'ne Sekte?

P.: Passen Sie mal auf. (P. holt Bücher aus seiner Tasche) Hier ist ein Handbuch für »Audi 80«. Titel: Jetzt helfe ich mir selber. Ist klar, wofür man das braucht, nä? Hier ein Kochbuch: Wer weiß, wie man Wasser zum kochen bringen kann, der kann daraus die besten Ideen für die leckersten Gerichte heraussuchen. Und hier ein Fahrplan: damit kann ich mir gute Zugverbindungen quer durch ganz Europa heraussuchen.

R., nimmt selbst die Bibel in die Hand: Ach deswegen HaKoFa: kommt also von Handbuch, Kochbuch Fahrplan?!

P.: Genau! Da benutzen nämlich einige die Bibel wie ein Handbuch für spezielle Lebenssituationen: Zum Beispiel hat jemand Streit mit seinem Nachbarn und schlägt nun in der Bibel unter verschiedenen Überschriften nach: Hier »Rechtssachen unter Christen« - und findet sofort den fettgedruckten Spruch »Alles ist erlaubt...«, liest aber nicht weiter. Oder: das Kochbuchbeispiel: Einige suchen sich aus der Bibel die leckersten Sachen heraus, je nach Geschmack, je nach Lebenssituation. Immer haben sie einen frommen Spruch auf Lager, eingeleitet mit dem Satz: »In der Bibel steht aber...«. Am Ende bleibt bei ihnen alles fade und geschmacklose Sprücheklopferei. Und die Kursbuchchristen meinen, mit der Bibel ausschließlich die günstigsten Verbindungen zu Gott zu kennen.

R.: Wozu ist dann die Bibel noch gut? - Kein Lebensfahrplan, kein Kochbuch - auch kein Handbuch des Lebens!

P.: Die Bibel ist eben die Bibel. Ein wertvolles Buch, das von vielen Menschen im Laufe vieler Jahrhunderte geschrieben wurde. Von Menschen, die ihre Erfahrungen, Erlebnisse mit Gott darin aufschrieben - Lebenserfahrungen. Man muss nicht alle davon gut finden. Schließlich machen wir in unserem Leben auch eigene Erfahrungen. Und die Bibel schreibt uns Christen überhaupt nicht vor, wie wir zu leben haben. Das wollte Paulus auf den Punkt bringen, als er an die Christen in der Hafenstadt Korinth zunächst diesen Satz schrieb: Alles ist erlaubt, aber: Nicht alles dient zum Guten! - Jeder, der ein bisschen nachdenken kann, weiß, dass alles in eine Katastrophe führen würde, wenn alles erlaubt wäre: Verkehrsregeln missachten, plündern, morden, brandschatzen, je nach Lust und Laune... nein, nein!
Gott gibt uns Menschen zwar völlige Handlungsfreiheit, aber wir leben ja nicht allein auf einer einsamen Insel. Und so haben wir auch gegenseitige Verantwortung für uns und für die Menschen, mit denen wir zusammenleben: Freunde, Mitschüler, Arbeitskollegen, Geschwister, Eltern, auch für Fremde! Alles ist erlaubt, soweit wir uns und anderen keinen Schaden zufügen!

R.: Dann ist die Bibel ja ein Buch voller Lebensweisheit, wenn man sie richtig liest.

P.: So ist es! Göttliche Weisheit!

R.: Vielen Dank für die Auskunft! Und was machen Sie jetzt?

P.: Ich glaube, ich geh erst mal ein Bierchen trinken. Kommen Sie doch mit!

Lied: »When Israel was in Egypt's Land«

Lied: »Let us break bread together«

Abendmahl:
Jesus saß mit Menschen zu Tisch, die ihm mit ehrlichem Herzen und mit Vertrauen begegneten. Auch mit Menschen, die verachtet waren und sich nach Liebe, Geborgenheit und Anerkennung sehnten, saß Jesus zusammen. Und natürlich auch mit seinen Freunden, den Jüngern. Am Abend vor seiner Verhaftung feierte er mit ihnen das Abendmahl. Ein letzes Mal saßen sie so zusammen. Von jenem Abend an wurde das Abendmahl Zeichen der ewigen Verbindung mit Jesus Christus.

Gebet:
Lasst uns beten und bekennen: Barmherziger Gott, du kennst meine Stärken und Schwächen. Du weißt, wo ich in meinem Leben Fehler gemacht habe, und ich weiß es auch: z. B. da, wo ich anderen Menschen mit meinem Verhalten wehgetan habe. Schuld aber trennt mich von meinen Mitmenschen und somit auch von dir. Bitte zeige mir Wege der Wiedergutmachung, der Versöhnung und des Neuanfanges. Vergib mir bitte und nimm die Schuld von mir im Namen Jesu. Amen!

Friedensgruss:
Gottes Friede sei mit euch allen! Gebt nun einander ein Zeichen des Friedens mit einem freundlichen Lächeln oder Kopfnicken, einem Handschlag oder einem guten Wort.

Lied: »Komm, sag es allen weiter«

Meditation:
Wir versammeln uns um seinen Tisch. Brot und Wein als Zeichen für seinen Leib und sein Blut: für uns gegeben, für uns vergossen. Jesus starb, um uns zum ewigen Leben zu befreien. Was wir dem geringsten seiner Brüder oder Schwestern tun, das tun wir auch ihm. Durch das Wunder seiner Auferstehung ist er bei uns und begegnet uns immer wieder im Leben, oft durch andere Mitmenschen. So bleibt Christus bei uns heute und für alle Zeiten.

Lied: »Vater unser, Vater im Himmel«

Einsetzungsworte

Austeilung
Zur Austeilung werden alle Anwesenden gebeten, einen großen Kreis um den Altar und wenn notwendig durch die Kirche zu bilden. Brot und Traubensaft werden in den Kreis gereicht und dann mit den Worten »Christi Blut für dich vergossen« und »Christi Leib für dich gegeben« an den Nachbarn weitergereicht. Die Kelche werden fortlaufend gegen gesäuberte Kelche getauscht.

Dankgebet:
Lasst uns beten: Jesus Christus, wir denken an das, was du für uns Menschen getan hast. Dir nachzufolgen, kann auch bedeuten, selbst das Kreuz auf sich zu nehmen. Wir bitten dich, erfülle uns mit der Kraft deiner Liebe, denn sie kennt keinen Hass und keine Rache, sondern sie gibt uns Kraft für einen Neuanfang im Miteinander. Jesus, deinen Weg bist du bis zur letzten Konsequenz gegangen. Du hast dich für uns geopfert, doch durch deine Auferstehung den Weg zum Leben freigemacht. So wird das Kreuz zum Zeichen des Lebens: Zeichen deiner ausgebreiteten Arme, die uns zum Leben einladen. Wo sich Hass in Liebe verwandelt, Streit in Versöhnung und Weinen zum Lachen, da spüren wir schon in unserem Leben etwas von Auferstehung. So danken wir dir, Jesus, von ganzem Herzen, dass du uns den Weg zum Leben freigemacht hast. Amen.

Lied: »Der Tag mein Gott«

Segen und Verabschiedung
Während der Verabschiedung werden alle Gäste zum anschließenden Treff unter der Empore eingeladen.

Treff
Zeit zum Reden und Kennenlernen (bei Salzstangen und Cola) in der Kirche. Während des Treffs wird auch die zu Beginn der JesusNight angesagte Kollekte eingesammelt.


Anmerkungen:

Quellen:
Feiert Jesus!, Hänssler-Verlag, 1995
Fontäne in blau, Schriftenniederlage des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg, 1993

Wie es zur JesusNight gekommen ist:
Vor einiger Zeit besuchten wir einen Gottesdienst bei den Jesus-Freaks in Hamburg. Dieser Gottesdienst war unheimlich überzeugend, weil junge Menschen ihren Glauben im Gottesdienst vorlebten. Besonders gefallen hat uns, dass auch die Sprache und Form des Gottesdienstes glaubhaft waren. Die Jesus-Freaks »tagen« in einer Hamburger Diskothek mit E-Gitarre, Schlagzeug, Kunstnebel und Liederdias. So einen eigenen Gottesdienst in unserer (etwas jüngeren) Art wollten wir auch für uns schaffen. Natürlich nicht so abgefahren wie bei den Freaks, aber in unserer eigenen Art. Aus anfänglichen Plänen wurde schließlich Ernst. Es entstand unsere JesusNight.

Für wen ist die JesusNight eigentlich gedacht?
Wir glauben, die beste Antwort auf diese Frage lautet: Die JesusNight ist für jeden, der kommen will. Natürlich ist uns klar, dass euch diese Antwort nicht weiterhilft, aber es ist die einzig wahre Antwort. Die Bandbreite reicht von 10 bis 70 Jahren und vom Maurer zum Ingenieur. Ihr merkt schon: Jeder muss einfach selbst entscheiden, ob ihn dieser Gottesdienst anspricht.

Wie sieht dieser Gottesdienst jetzt konkret aus?
Es beginnt schon beim Namen JesusNight. Das bedeutet natürlich Jesus Nacht. Der Gottesdienst ist an jedem 3. Freitag im Monat um 19:00 Uhr und beginnt schon an der Kirchentür. Jeder der kommt wird von uns (oder von unserem Begrüßungsteam) begrüßt. Dann singen wir erst einmal ein paar Lieder mit Gitarrenbegleitung, Rhythmusinstrumenten und Keyboard, um warm zu werden. Die Lieder sind Deutsch und Englisch gemischt, für jeden ist also etwas dabei. Die JesusNight wird dann jedes mal individuell gestaltet. Wichtig ist, dass die Botschaft für jeden verständlich wird. Das Thema ist immer eine Glaubensfrage, die uns bewegt.
Schöpfungsgeschichte, lügt die Bibel? / Was soll das Vaterunser? / Ist Kirche cool? / Jesus ist tot! / Beweise mir Gott / Wer ist eigentlich der Heilige Geist?

Nach den Predigtgedanken ist immer das gemeinsame Abendmahl der Höhepunkt jeder Jesus-Night. Manchmal feiern wir sogar eine Taufe. Wer jetzt denkt, damit ist alles gelaufen, irrt sich allerdings gewaltig. Nach dem Gottesdienst treffen wir uns noch, um uns auszutauschen, und über die Predigt und Gott und die Welt zu reden. Alles in allem ein Gottesdienst für jeden. Speziell auch für die, die behaupten: Kirche ist nichts für mich. Eine echte Alternative also. Macht euch selbst ein Bild. Rafft euch endlich mal auf und schaut bei uns vorbei.

Kontakt:
Kontakt@jesusnight.de
http://www.jesusnight.de


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Timo Rieg (Hrsg.)
Jugendgottesdienst Powerpack
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