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»Wer schöpfte
den Urknall?«
Ein JesusNight Jugendgottesdienst in der St. Cyriacus Kirche in
Kellinghusen
Übersicht:
Begrüssung an der Tür mit Fisherman's
Friend
Warmsingen: »Gimme dat ole time«,
»Denn der Geist und die Braut«
Gebet
Lied: »Heaven is a wonderful place«
Ansagen
Lied: »In deinem Haus«
Anspiel: Schöpfungsstreit
Lesung: Gen 1
Lied: »His love is warmer«
Gedanken: Wer schöpfte den Urknall?
Lied: »Du bist du«
Abendmahl
Gebet
Friedensgruss
Lied: »Komm, sag es allen weiter«
Meditation
Lied: »Vater unser, Vater im Himmel«
Einsetzungsworte/Austeilung
Dankgebet
Lied: »Der Tag mein Gott«
Segen
Verabschiedung
Treff
Material:
Dia-Projektor, »Schöpfungsdias«, Liederdias, Kabeltrommel,
Material fürs Rollenspiel, Traubensaft, Fladenbrot, Körbe,
Musik-CDs
Ablauf:
Begrüssung
an der Tür mit Fisherman's Friend
Warmsingen: »Gimme dat ole time«,
»Denn der Geist und die Braut«
Gebet
Lied: »Heaven is a wonderful place«
Ansagen
Hier wird vor dem Gottesdienst alles angesagt, was im »normalen«
Gottesdienst abgekündigt wird: Welche Veranstaltungen finden
statt, wer kennt weitere Veranstaltungen, Begrüßung von
besonderen Gästen, wozu möchten wir die Kollekte verwenden...
Lied: »In deinem Haus«
Anspiel: Schöpfungsstreit
Predigerin betritt würdevoll die Kanzel. Sie beginnt laut zu
lesen: Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst
und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes
schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht!
Und es ward Licht...
Professorin mit Brille, Buch, springt auf, schüttelt
ihren Kopf und stellt sich auf ihren Stuhl, ruft: Hört nicht
auf sie. Dank der Wissenschaft sind wir nicht mehr auf diesen alten
Quatsch angewiesen. Ein hoch auf die Evolution!
Predigerin: Glaubt ihr kein Wort! Sie will euch
nur vom rechten Glauben abbringen. Gott ist unser Schöpfer!
Professorin: Sie glauben doch wohl selbst nicht,
was Sie da erzählen?!
Predigerin: Dass Sie es nicht tun, ist wohl
kaum zu übersehen!
Professorin: Ich glaube nur an das, was ich
mir vorstellen und wissenschaftlich erklären kann.
Predigerin: Also halten Sie es für vorstellbarer,
dass wir unsere Existenz einem großen Knall und einer Million
von aufeinanderfolgenden Zufällen verdanken?
Professorin: Immer noch besser, als zu glauben,
ein allmächtiger Gott hätte alles in sechs Tagen erschaffen.
Wie wollen Sie überhaupt die Dinosaurier, deren Existenz heute
bewiesen ist, in ihrer Schöpfungsgeschichte unterbringen? Ich
erinnere mich nicht, dass sie erwähnt wurden.
Predigerin, ringt um Worte, findet keine: Predige
ich hier eigentlich oder Sie? Lesen Sie doch erst mal alles richtig
in der Bibel nach: »Und so vollendete Gott am siebenten Tag
seine Werke...«
Professorin: So ein Unsinn! Mal angenommen Ihr
Gott wäre an der ganzen Sache überhaupt beteiligt gewesen,
er hätte dafür über eine Million von Jahren gebraucht
und es gibt so viele Fehler, dass er wohl doch nicht so allwissend
sein kann, wie Sie ihn darstellen.
Predigerin: Was wissen Sie denn schon davon?
Gerade, dass er nur sieben Tage brauchte, beweist doch, wie mächtig
er ist.
Professorin: Mich überzeugt das noch lange
nicht! Der Urknall erscheint mir viel wahrscheinlicher, als ein
großer Geist, der alles aus einer Laune heraus erschuf.
Predigerin: So, und woher, denken Sie, kommt
Ihr Urknall?
Professorin: Ganz einfach, der Urknall entstand
durch Materie, die...
Predigerin: Und warum war die Materie da? Und
woher kommt das Universum? Meinen Sie vielleicht, dass es aus dem
Nichts entstanden ist? Hier hören Sie: »Und Gott sprach:
Es werden Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheiden Tag
und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre...«
Professorin: Es gibt sicher auch eine wissenschaftliche
Erklärung für Materie und Universum. (blättert in
dem Buch, das sie in der Hand hält)
Predigerin: Vergessen Sie es! Sie werden sowieso
nichts finden.
Professorin: Mmpf, aber was ist mit Adam?
Predigerin: Was soll schon mit Adam sein? Gott
hat ihn erschaffen und jetzt sitzt er höchstwahrscheinlich
im Himmel!
Professorin: Nein, ich meine, dass Adam ein
Affe war und nicht ein Klumpen Lehm.
Predigerin: Sie haben doch gar keine Ahnung.
Es war gar kein Lehm; hier steht es: »Da machte Gott den Menschen
aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase.
Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.«
Professorin: Gott, Gott, Gott! Warum muss der
es denn immer gewesen sein?
Predigerin: Glauben Sie denn wirklich Adam wäre
Zufall? Der Mensch kann gar kein Zufall sein!!!
Professorin: Ach, mit Ihnen kann man doch gar
nicht diskutieren!
Predigerin: Es hat Sie auch niemand gebeten
mit mir zu diskutieren. Und wenn Sie nicht wollen, dann gehen Sie
doch!!! Ja, verlassen Sie am besten gleich meine Kirche! Sofort!
Ich will Sie hier nicht mehr sehen!!!
Professorin: Keine Angst, das... werden Sie
auch nicht!! (geht, Licht aus)
Lesung: Gen 1 (Kurzfassung)
Jeder Schöpfungsschritt wird mit einem passenden Dia untermalt.
Die »Schöpfungsshow« beginnt in der dunklen Kirche.
»Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der
Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. Und Gott sprach:
Es werde Licht! Und es ward Licht. (Dia Sonnenaufgang)
Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen
den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. Und Gott nannte
die Feste Himmel. (Dia Meer)
Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen
Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf
Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen
ihr Same ist. Und es geschah so. (Dia Pflanzen)
Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste
des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten,
Tage und Jahre und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass
sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so. (Dia Sterne)
Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem
Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste
des Himmels. Und Gott schuf große Walfische und alles Getier,
das da lebt und webt. (Dia Fische und Vögel)
Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges
Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des
Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so.
Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen,
ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische
im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über
das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles
Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen
zu seinem Bilde. (Dia Menschen)
Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte,
und siehe, es war sehr gut.«
Lied: »His love is warmer«
Gedanken: Wer schöpfte den Urknall?
Mit unserer Frage nach dem Schöpfer des Urknalls haben wir
zwei Gebiete miteinander verbunden, die eigentlich nicht zueinander
passen. Die Schöpfung als Element des Glaubens und den Urknall
als vollkommen logische wissenschaftliche Erklärung. Eigentlich
sollte die Kirche sich doch endlich den Fakten beugen und eingestehen,
dass die Bibel wissenschaftlich nicht zu halten ist. Insbesondere
die Schöpfungsgeschichte, die wir gerade gehört haben,
ist ja wohl längst überholt. So soll ich entstanden sein?
Schön wär's. Wenn da nicht die Wissenschaft mit der Evolutionstheorie
wäre. Ich hoffe nicht, dass jede Auseinandersetzung zwischen
Wissenschaft und Kirche so verläuft, wie wir es gerade im Anspiel
gesehen haben. Aber möglich und denkbar ist es leider schon.
Die Kirche sagt: So steht es geschrieben! Und
die Wissenschaft, und insgeheim vielleicht auch der eine oder andere
von euch, sagen: Das kann doch gar nicht sein. Solche Unstimmigkeiten
kann man nicht einfach so stehen lassen. Darf man solche Fragen
überhaupt stellen? Lügt die Bibel, das heilige Buch? Nur
nicht nachfragen, lieber alle Zweifel schnell vom Tisch fegen...
so ein Quatsch. Es ist mir viel zu wichtig, über die Bibel
zu reden. Es darf nicht geschehen, dass die Bibel das geheime Kultbuch
ist, in dem das halt mal so steht. Es wird immer wieder Sachen geben,
die nur sehr schwer zu verstehen sind. Okay, wir haben also gerade
die Schöpfungsgeschichte aus der Bibel gehört: Als erstes
schuf Gott die Welt, dann das Wasser, dann Pflanzen, dann die Tiere
und zum Schluss den Menschen. Die Wissenschaft sieht das natürlich
ganz anders: Am Anfang des bekannten Universums erfolgte mit hoher
Wahrscheinlichkeit zunächst einmal der Urknall, dann verdichtete
sich die Materie zu Sternen und Planeten, dann entstand unter günstigsten
Bedingungen aus Sauerstoff und Wasserstoff Wasser. Im Wasser entwickelten
sich die ersten Algen, Kugelalgen oder ähnliches. Schließlich
entwickelten sich die ersten Kleintiere im Ozean. Die Tiere aus
dem Ozean eroberten neue Gebiete, gingen an Land, verloren die Kiemen
und wurden zu Landtieren. Aus diesen Tieren entwickelte sich nach
einigen Millionen Jahren schließlich der Homo Sapiens, also
der Mensch.
Eigentlich habe ich gerade eine sehr spannende
Aufzählung beendet. Habt ihr was gemerkt? Ist euch was aufgefallen?
Ich lese beide Schöpfungstheorien noch einmal vor:
Gott schuf die Erde: Es entstanden Sterne und
Planeten
Gott schuf das Wasser: Es entstand Wasser auf dem Planeten Erde
Gott schuf die Pflanzen: Es entstanden erste Pflanzen im Wasser
Gott schuf die Tiere des Meeres: Es entstand tierisches Leben im
Meer
Gott schuf die Tiere an Land: Aus den Meerestieren entwickelten
sich die Landtiere
Gott schuf den Menschen: Aus den Tieren entwickelte sich der Mensch
Jetzt habt ihr es natürlich alle gemerkt.
Die Geschichten sind gar nicht so verschieden. Im Gegenteil, sie
sind aufregend ähnlich. Ist das nicht fast unheimlich? Die
Schöpfungsgeschichte steht in der Genesis, gleich am Anfang
der Bibel. Sie ist also ungefähr 3000 Jahre alt. Die Leute,
die diese Geschichte aufgeschrieben haben, sind noch auf Kamelen
durch die Wüste gezogen. Und doch steht in der Bibel fast die
gleiche Schöpfungsgeschichte, wie sie heute von der modernen
Wissenschaft seit etwa 100 Jahren erforscht ist. Wenn heute jemand
die Schöpfungsgeschichte für die Bibel schreiben müsste,
wüsste er ja, was die Wissenschaft mittlerweile herausgefunden
hat. Aber vor 3000 Jahren... das ist schon toll. Irgendwie scheint
mir, da muss tatsächlich Gott seine Finger im Spiel gehabt
haben. Anders kann ich mir das Wissen nicht vorstellen. Das ist
schon aufregend.
Zwei Sachen will ich nicht verheimlichen. Die
Schöpfung von Sonne und Mond ist in der Schöpfungsgeschichte
ein wenig aus dem Trott geraten. Und als zweites werden die Vögel
einen Tick zu früh geschaffen, nämlich nach den Tieren
im Meer, vor den Landtieren. Die Wissenschaft sagt, die Vögel
sind eigentlich erst nach den Landtieren dran. Naja, dafür
wussten die Israeliten vor 3000 Jahren bereits wo es lang geht und
nicht erst seit 100 Jahren. Das ist schon Spitze.
Okay, ihr könnt jetzt sagen: Und was ist mit den sechs Tagen?
Das Ganze hat ja wohl doch ein wenig länger gedauert? Natürlich
habt ihr Recht. Aber stellt euch bitte mal folgendes vor:
Gott diktiert gerade seine Schöpfungsgeschichte.
Der arme Kerl, den er in der Wüste aufgelesen hat, ein Kameltreiber
oder so, kauert ängstlich vor ihm. Gott sagt: Vor 12 Milliarden
Jahren habe ich die Erde geschaffen... Was? Was sagst Du? Wie viele
Nullen hat 12 Milliarden? Natürlich eine 12 mit 9 Nullen. Also
wie gesagt, vor zwölf Milliarden Jahren schuf ich die Erde.
Dann nahm ich die Grundbausteine der Aminosäuren in wässriger
Lösung bei etwa 60° C und... Was ist denn jetzt schon wieder?...
Was Aminosäuren sind und wie heiß 60° C sind?...
Okay, pass auf, wir fangen noch mal an: Schreib das mal so: Am ersten
Tag schuf ich die Erde, am zweiten Tage schuf ich das Wasser und
das Land, am dritten Tage...
Natürlich weiß ich nicht, ob es sich
so abgespielt hat, aber was soll's. Ist die Schöpfung wegen
dieser Kleinigkeit weniger wertvoll? Selbst die Bibel sagt, vor
dir sind 1000 Jahre wie ein Tag. Wer will da schon groß nachrechnen.
Wusstet ihr übrigens, dass die meisten Naturwissenschaftler
gläubige Menschen sind? Immer wieder kann man beobachten, dass
umfangreiches Wissen über die Zusammenhänge in der Natur
die Menschen nicht vom Glauben abbringt, sondern sie zum Glauben
führt. Ein ganz prominentes Beispiel ist z.B. Albert Einstein.
Von ihm stammt auch das Zitat zum Thema Schöpfung: »Der
Alte (so nennt er Gott) würfelt nicht! Und das Tollste kommt
ja erst noch: Jetzt kommt der, der rechts oder links neben euch
sitzt, jetzt kommt der, der auf eurem Platz sitzt. Jetzt kommt ihr!
Am sechsten Tage schuf Gott den Menschen. Okay, wenn wir das in
der Bibel nachlesen, ist das eine Geschichte mit Wasser und Lehm,
aber denkt noch mal an vorhin, an die Geschichte mit dem Nomaden,
der die Schöpfungsgeschichte aufschreiben soll. Ich glaube
nicht, dass die Veränderung von Genen und Erbinformationen
eine Geschichte für die Bibel vor 3000 Jahren ist. Macht mal
die Augen zu und stellt euch mal folgendes vor:
Stellt euch vor, die Wissenschaft hat gestern
einen großen Fortschritt gemacht. Atome können per Funk
übertragen werden. Ihr kennt diesen Vorgang, im Fernsehen heißt
er »beamen«. Ihr seid heute also die erste Versuchsperson:
Ihr steht in einem großen Raum, der ein wenig aussieht wie
ein Tonstudio. An allen Wänden befinden sich hochempfindliche
Empfänger zur Aufzeichnung der Atome. Direkt vor euch steht
ein großes Gerät, dessen Arm direkt auf euch zeigt. Der
Arm leuchtet auf und innerhalb von Bruchteilen von Sekunden werdet
ihr bewusstlos. Der Laserarm beginnt eure Atome einzeln zu verdampfen.
Keine Sorge, das gehört zum Experiment. Ihr seid zwar gerade
im Senderaum verdampft worden, aber die hochempfindlichen Sensoren
an den Wänden haben jedes Atom genau registriert. Gerade werden
alle Informationen auf einer gigantischen Festplatte, dem Sendepuffer,
zwischengespeichert. Wenige Sekunden später werden eure Informationen
zu der Empfangsstation auf dem Mars übertragen. Jedes einzelne
Atom wird wieder erzeugt und an der richtigen Stelle eingefügt.
Das Experiment scheint gelungen, die Person auf dem Mars sieht genauso
aus wie ihr, sogar der Dreck unter den Fingernägeln ist identisch.
Und jetzt möchte ich von euch wissen, ob ihr glaubt, vollständig
auf dem Mars angelangt zu sein. Werdet ihr so fühlen und handeln
wie bisher? Ist wirklich alles, was euch ausmacht, kopiert worden
und auf den Mars übertragen worden?
Ich glaube meine Seele, mein innerstes Ich,
das was mich einmalig und unverwechselbar macht, bleibt bei dieser
Prozedur auf der Strecke. Der Mensch auf dem Mars sieht genauso
aus wie ich und dennoch bin ich es nicht. Das was bei diesem Gedankenexperiment
auf der Strecke bleibt, was nicht übertragen werden kann, nennt
die Bibel die Seele. Könnt ihr jetzt nicht fühlen wie
einzigartig ihr seid, wie einzigartig eure Seele ist. Ihr seid anders
als der, der neben euch sitzt. Wenn ich in mich reinhorche merke
ich, dass ich einmalig von Gott geschaffen bin. Sicherlich hat er
dazu die Evolution genutzt, aber er hat mich auch einzigartig gemacht
mit einer unsterblichen Seele. Ich bin ein Geschöpf Gottes.
Ihr seid Geschöpfe Gottes.
Lasst uns beten: Vater ich danke dir, dass du
uns gemacht hast. Ich danke dir für jeden von uns. Du bist
ein Superschöpfer. Danke! Amen.
Lied: »Du bist du«
Abendmahl:
Jesus saß mit Menschen zu Tisch, die ihm mit ehrlichem Herzen
und mit Vertrauen begegneten. Auch mit Menschen, die verachtet waren
und sich nach Liebe, Geborgenheit und Anerkennung sehnten, saß
Jesus zusammen. Und natürlich auch mit seinen Freunden, den
Jüngern. Am Abend vor seiner Verhaftung feierte er mit ihnen
das Abendmahl. Ein letzes Mal saßen sie so zusammen. Von jenem
Abend an wurde das Abendmahl Zeichen der ewigen Verbindung mit Jesus
Christus.
Gebet:
Lasst uns beten und bekennen: Barmherziger Gott, du kennst meine
Stärken und Schwächen. Du weißt, wo ich in meinem
Leben Fehler gemacht habe, und ich weiß es auch: z.B. da,
wo ich anderen Menschen mit meinem Verhalten wehgetan habe. Schuld
aber trennt mich von meinen Mitmenschen und somit auch von dir.
Bitte zeige mir Wege der Wiedergutmachung, der Versöhnung und
des Neuanfanges. Vergib mir bitte und nimm die Schuld von mir im
Namen Jesu. Amen!
Friedensgruss:
Gottes Friede sei mit euch allen! Gebt nun einander ein Zeichen
des Friedens mit einem freundlichen Lächeln oder Kopfnicken,
einem Handschlag oder einem guten Wort.
Lied: »Komm, sag es allen weiter«
Meditation:
Wir versammeln uns um seinen Tisch. Brot und Wein als Zeichen für
seinen Leib und sein Blut: für uns gegeben, für uns vergossen.
Jesus starb, um uns zum ewigen Leben zu befreien. Was wir dem geringsten
seiner Brüder oder Schwestern tun, das tun wir auch ihm. Durch
das Wunder seiner Auferstehung ist er bei uns und begegnet uns immer
wieder im Leben, oft durch andere Mitmenschen. So bleibt Christus
bei uns heute und für alle Zeiten.
Lied: »Vater unser, Vater im Himmel«
Einsetzungsworte/Austeilung
Zur Austeilung werden alle Anwesenden gebeten, einen großen
Kreis um den Altar und wenn notwendig durch die Kirche zu bilden.
Brot und Traubensaft werden in den Kreis gereicht und dann mit den
Worten »Christi Blut für dich vergossen« und »Christi
Leib für dich gegeben« an den Nachbarn weitergereicht.
Die Kelche werden fortlaufend gegen gesäuberte Kelche getauscht.
Dankgebet:
Lasst uns beten: Jesus Christus, wir denken an das, was du für
uns Menschen getan hast. Dir nachzufolgen, kann auch bedeuten, selbst
das Kreuz auf sich zu nehmen. Wir bitten dich, erfülle uns
mit der Kraft deiner Liebe, denn sie kennt keinen Hass und keine
Rache, sondern sie gibt uns Kraft für einen Neuanfang im Miteinander.
Jesus, deinen Weg bist du bis zur letzten Konsequenz gegangen. Du
hast dich für uns geopfert, doch durch deine Auferstehung den
Weg zum Leben freigemacht.
So wird das Kreuz zum Zeichen des Lebens: Zeichen
deiner ausgebreiteten Arme, die uns zum Leben einladen. Wo sich
Hass in Liebe verwandelt, Streit in Versöhnung und Weinen in
Lachen, da spüren wir schon in unserem Leben etwas von Auferstehung.
So danken wir dir, Jesus, von ganzem Herzen, dass du uns den Weg
zum Leben freigemacht hast. Amen.
Lied: »Der Tag mein Gott«
Segen
Verabschiedung
Während der Verabschiedung werden alle Gäste zum anschließenden
Treff unter der Empore eingeladen.
Treff
Zeit zum Reden und Kennenlernen (bei Salzstangen und Cola) in der
Kirche. Während des Treffs wird auch die zu Beginn der JesusNight
angesagte Kollekte eingesammelt.
Anmerkungen:
Quellen:
Feiert Jesus!, Hänssler-Verlag, 1995
Fontäne in blau, Schriftenniederlage des Evangelischen Jugendwerks
in Württemberg, 1995
Kontakt:
Kontakt@jesusnight.de
http://www.jesusnight.de
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